Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff

Aktualisiert am 02.06.2026 – 23:08 UhrLesedauer: 8 Min.

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Im Video: Riesiege Rauchsäule über Kiew (Quelle: t-online)

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Russlands Luftwaffe greift auch Kliniken in Kiew an. Frankreich kontrolliert einen sanktionierten Öltanker im Atlantik. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Inhaltsverzeichnis

Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff

Nach einem schweren russischen Angriff mit vielen Toten und Verletzten in der Nacht zu Dienstag warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer großen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Erst in der Nacht auf Dienstag hatte Russland die Ukraine erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Selenskyj sprach von 22 Toten und 130 Verletzten.

Selenskyj sagte weiter, Russland stufe ukrainische Unternehmen, die Fortschritte bei der Entwicklung und Produktion von Raketen machten, als vorrangige Ziele ein. Die Ukraine werde darauf reagieren.

Er drängte erneut auf US-Unterstützung bei der Luftverteidigung. Die Unterstützung aus den USA bei der Lieferung von Raketen für Patriot-Systeme sei „absolut notwendig“, erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Europa benötige zudem „eine eigene Raketenabwehr, damit dieser Krieg endlich beendet werden kann“.

Russischer Angriff trifft Gesundheitsinfrastruktur in Kiew

Die schweren russischen Luftangriffe in der Nacht zu Dienstag haben in der ukrainischen Hauptstadt auch zahlreiche Gesundheitseinrichtungen beschädigt. Nach Angaben des ukrainischen Gesundheitsministeriums wurden infolge des russischen Beschusses fünf medizinische Einrichtungen beschädigt – zwei Spezialkliniken sowie drei Zentren für primäre Gesundheitsversorgung. Russland war wegen seiner gezielten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine zuletzt mehrfach in die Kritik geraten.

Bei den jüngsten Angriffen waren allein in Kiew mindestens sechs Menschen gestorben, 66 weitere wurden verletzt.

Die Armee des russischen Staatschefs Wladimir Putin setzte nach ukrainischen Angaben bei den Attacken auch Überschallraketen vom Typ Zirkon ein. Die Zahl der russischen Angriffsdrohnen wird mit rund 650 angegeben.

Merz drängt auf EU-Verhandlungen mit Ukraine

Kanzler Friedrich Merz hat beim Empfang des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Berlin gefordert, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine beginnen sollen. „Wir verstehen, dass Budapest zunächst bilaterale Fragen klären will, wie etwa die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine“, sagte Merz. „Das darf aber nicht zu Lasten der europäischen Unterstützung gehen und uns nicht von dem Ziel abbringen, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch mit dem ersten Kapitel förmlich zu eröffnen“, fügte er hinzu.

Ukraine: Opferzahlen steigen nach russischem Angriff weiter

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem verheerenden russischen Angriff in der Nacht ist nach Behördenangaben auf 18 gestiegen. In der Millionenstadt Dnipro seien zuletzt die Leichen einer Frau und eines achtjährigen Jungen aus den Trümmern geborgen worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram.