Stop-Taste in einem Bus in Osnabrück.

Stand: 04.06.2026 13:37 Uhr

In Niedersachsen sind weitere Warnstreiks im Bus- und Bahnverkehr vorerst abgewendet. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Niedersachsen und die Gewerkschaft ver.di haben sich auf eine Schlichtung geeinigt.

Wie beide Parteien am Donnerstag mitteilten, sollen Schlichter nun dabei helfen, den festgefahrenen Tarifstreit zu lösen. Während einer Schlichtung gilt Friedenspflicht. Die genauen Details zum Ablauf wollen die Seiten laut ver.di nun abstimmen, außerdem werden die Schlichter ausgewählt. Ort und Zeitpunkt der Schlichtung würden aber nicht bekanntgegeben, hieß es weiter. Der Gewerkschaft zufolge war auch die sechste Tarifverhandlungsrunde am Mittwoch ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir haben uns in den Verhandlungen bewegt, um zu einem zufriedenstellenden Kompromiss für beide Seiten zu kommen“, so ver.di-Verhandlungsführer Marian Drews. Beim Thema Arbeitszeit habe man allerdings „auch diesmal kein Entgegenkommen“ gesehen.

Tarifverhandlungen laufen seit Februar

Laut KAV wurde in den letzten Verhandlungsrunden deutlich, dass die Positionen noch weit auseinander liegen. „Die beiden unabhängigen Schlichter sollen eine Empfehlung aussprechen, auf deren Grundlage eine Einigung erfolgen kann“, sagte Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV. Seit Mitte Februar laufen die Tarifverhandlungen im Land. Ver.di fordert etwa Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit sowie mehr Urlaubstage. Die Warnstreiks im Nahverkehr hatten sich bisher unter anderem in Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Osnabrück bemerkbar gemacht.

Ein Bus (Bewegungsunschärfe) vor dem Hauptbahnhof Braunschweig (Themenbild: Warnstreik)

Zum Ende der Streikwoche legten unter anderem in Braunschweig, Hildesheim und Delmenhorst Beschäftigte ihre Arbeit nieder.

Stau vor einem Gymnasium in Hannover: Autos stehen hintereinander Schlange.

Auch in Osnabrück und Braunschweig fuhren am Dienstag keine Schulbusse. Der Landeselternrat fordert hybriden Unterricht.

Autos stehen auf dem Messeschnellweg im Stau.

In zehn Städten gab es am Montag und Dienstag Einschränkungen im ÖPNV. In Hannover fand eine zentrale Demonstration statt.