Der Kunstverein Schweinfurt feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er als „Freunde der Städtischen Sammlungen“ und setzte sich von Beginn an dafür ein, die Kunstlandschaft Schweinfurts nachhaltig mitzugestalten, so eine Pressemitteilung des Vereins. Nach einem Mitgliederbeschluss erfolgte 1992 die Umbenennung in den heutigen Kunstverein Schweinfurt, der mit knapp 500 Mitgliedern heute zu den mitgliederstärksten Kunstvereinen Bayerns zählt.
Mit der Jubiläumsausstellung „Best of 40“ präsentiert der Kunstverein vom 21. Juli bis 29. November im Kreuzgang der Kunsthalle bedeutende Kunstwerke aus dem eigenen Bestand sowie ausgewählte Leihgaben. Die Ausstellung versteht sich als chronologische Zeitreise durch vier Jahrzehnte Kunstverein mit rund 100 Ausstellungen und gibt zugleich einen Ausblick auf zukünftige Aktivitäten.
„Mit einer Ausstellungsfläche von fast 400 Quadratmetern wird dies die umfassendste Ausstellung in unserer Geschichte. Wir freuen uns sehr, dass uns die Kunsthalle im Rahmen einer Kooperation diese attraktive Ausstellungsfläche zur Verfügung stellt und uns auch bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützt“, erklärt der Vorsitzende des Kunstvereins, Michael Pfister.
Kunstsalong ein Meilenstein für den Kunstverein
Ein wichtiger Meilenstein in der Vereinsgeschichte war die Entscheidung der Stadt Schweinfurt, dem Kunstverein seit 2009 mit dem Kunstsalon dauerhaft ein eigenes Domizil in der Kunsthalle zur Verfügung zu stellen. „Mit der neuen ‚Kunsthalle im Ernst-Sachs-Bad sind wir eine große Verpflichtung eingegangen. Die Kunsthalle bietet Schweinfurt die Chance, ‚ganz oben‘ mitzuspielen. Aktiv dazu beizutragen, dass dies gelingt, ist unser erklärtes Ziel“, sagte damals der langjährige Vorsitzende Jochen Haas.
Zahlreiche Ankäufe sowie rund 50 Dauerleihgaben an die Stadt unterstreichen das Engagement des Kunstvereins mit seinen Mitgliedern und Förderern. Ein besonders prominentes Beispiel hierfür ist die monumentale Edelstahlskulptur „Anker“ des Künstlerpaars Brigitte Matschinsky-Denninghoff und Martin Matschinsky. Die drei Meter hohe Großplastik befindet sich seit 1998 auf der Maininsel und prägt den öffentlichen Raum der Stadt bis heute.
Publikumsträchtige Ausstellungen – etwa mit dem Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar, dem Neo-Expressionisten Alexander Höller, dem Karikaturisten und Maler Heinz A. Böhm, der Fotografin Nina Welch-Kling oder der Bildenden Künstlerin Stefanie Brehm – sowie erfolgreiche Kunstreisen, wie zuletzt nach Baden-Baden in das Museum Frieder Burda, belegen das große Interesse der Schweinfurter Bürgerinnen und Bürger am vielfältigen Angebot des Kunstvereins.
„Best of 40“, eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Kunstverein Schweinfurt: Kunsthalle Schweinfurt, Kreuzgang im Untergeschoss, 21. Juli bis 29. November, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr. Eintritt: Mitglieder frei (gegen Vorlage des Mitgliedsausweises). (oli)