Standdatum: 4. Juni 2026.
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Archivbild vom Prozess gegen Martin N. in Stade im Jahr 2012
Bild: dpa | David Hecker Pool
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Martin N. wird vorgeworfen, einen Zehnjährigen im Jahr 2004 ermordet zu haben. In Deutschland wurde er bereits 2012 wegen Mordes an drei Kindern zu lebenslanger Haft verurteilt.
Vor Gericht bestritt der Angeklagte bislang, an dem Tod des Jungen namens Jonathan beteiligt gewesen zu sein. Der Junge wurde im April 2004 aus einem Schullandheim in Saint-Brevin-les-Pins in Frankreich entführt und sechs Wochen später unbekleidet und tot in einem 30 Kilometer entfernten Teich gefunden. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft.
Der als „Maskenmann“ bekannte 55-jährige gebürtige Bremer ist ein Serientäter. Vor dem Landgericht Stade wurde er bereits 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht konnte ihm damals den Mord an drei Jungen im Alter von 8, 9 und 13 Jahren und Dutzende sexuelle Übergriffe nachweisen.
Parallelen zu deutschen Fällen
Da die Tat in Frankreich Parallelen zu den Fällen in Deutschland aufwies, ermittelten französische Behörden bereits seit 2008, ob Martin N. den Mord an Jonathan begangen haben könnte. Allerdings wurden keine DNA-Spuren gefunden. Ein Zeuge hatte damals jedoch ein deutsches Auto in der Nähe des Teichs beobachtet. Im Jahr 2017 sagte ein Mithäftling des Verurteilten aus, Martin N. habe ihm gegenüber gestanden, ein Kind in Frankreich getötet zu haben.
Quelle:
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Rundschau, 4. Juni 2026, 12 Uhr
