Straßen oft verdreckt

Müll in Berlin: Hat die Stadt zu wenig Papierkörbe?

Aktualisiert am 12.06.2026 – 22:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein überquellender Papierkorb in Berlin (Archivbild): Über sechs Millionen Papierkorb-Entleerungen führt die BSR pro Jahr durch. (Quelle: IMAGO/Sabine Gudath/imago)

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Wer durch Berlin geht, sieht viel Abfall auf der Straße. Woran liegt das? Laut der BSR zumindest nicht an fehlenden Mülleimern.

Pappbecher, Hundehaufen und Kippen: Auf Berlins Gehwegen ist immer wieder Müll zu sehen, der eigentlich in einem der orangefarbenen Behälter am Straßenrand hätte landen sollen. Gibt es etwa nicht genug öffentliche Papierkörbe in der Hauptstadt? Oder werden sie nicht oft genug entleert?

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) sieht das nicht so: „Die aktuellen Papierkorbzahlen und Leerungsfrequenzen halten wir grundsätzlich für ausreichend“, sagt BSR-Sprecher Sebastian Harnisch auf Anfrage von t-online. So seien die Abfallmengen der Papierkorbinhalte in den vergangenen Jahren relativ konstant gewesen. „In Einzelfällen kann es natürlich Mehrbedarfe geben – oder auch mal das Erfordernis, bei einigen kaum genutzten Papierkörben deren Anzahl zu reduzieren“, so Harnisch.

Berlin hat rund 27.000 öffentliche Abfalleimer

Insgesamt gibt es nach Angaben der BSR rund 27.000 öffentliche Abfalleimer in Berlin, 24.000 im öffentlichen Straßenland sowie 3.000 in Grünanlagen und Forsten. Hinzu kommen etwa 300 großvolumige BSR-Abfallbehälter, die an besonders stark besuchten Orten installiert sind. Dazu gehören zum Beispiel die sogenannten „Bubbles“ – große runde Papierkörbe, wie sie beispielsweise am Alexanderplatz stehen. Auch unterirdische Müllsysteme und „Müllbehältergaragen“, bei denen eine herkömmliche 240-Liter-Mülltonne von einem flexibel aufstellbaren Spezialgehäuse umschlossen wird, zählen zu den großvolumigen BSR-Abfallbehältern.

imago images 0795973905Vergrößern des BildesEin BSR-Mitarbeiter stellt eine sogenannte „Bubble“ auf (Archivbild): Diese Papierkörbe können deutlich mehr Müll fassen. (Quelle: IMAGO/imago)

Papierkorb-Entleerung erfolgt nicht überall gleich

Das Aufstellen der Papierkörbe und Großbehälter in Berlin erfolge „bedarfsgerecht“, so der BSR-Sprecher. „Das bedeutet: Wo besonders viel Müll anfällt, stellen wir auch besonders viele Abfallbehälter auf.“ Hierbei orientierten sich die BSR-Einsatzkräfte an den sogenannten Straßenreinigungsklassen und ihren Erfahrungen vor Ort.

Die Berliner Stadtreinigung führe jährlich über sechs Millionen Papierkorb-Entleerungen in ganz Berlin durch, sagt Harnisch. Manche Papierkörbe, wie beispielsweise in Einkaufsstraßen wie der Wilmersdorfer Straße, würden mehrfach pro Tag geleert, andere nur einmal pro Woche – zum Beispiel in Wohngebieten in Außenbezirken.

imago images 0783806887Vergrößern des BildesEine sogenannte „Müllbehältergarage“ in Berlin (Archivbild): Diese herkömmlichen 240-Liter-Mülltonnen sind von einem flexibel aufstellbaren Spezialgehäuse umschlossen. (Quelle: IMAGO/Karl Heinz Spremberg/imago)