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Berlin – Das ZDF reagiert auf die Anwaltspost von Tech-Milliardär Elon Musk (54)! Er hatte den deutschen Fernsehsender über seinen Anwalt Joachim Steinhöfel abgemahnt und eine Unterlassungserklärung gefordert. Musk wehrt sich gegen eine Aussage in der Sendung „ZDFheute live“, in der ihm am 12. Juni vorgeworfen wurde, einen „rassistischen Mob“ zur „Jagd auf Migranten“ aufgerufen zu haben. Das ZDF hat am Dienstag beim betreffenden Beitrag „Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuerte“ die Anmoderation „aus rechtlichen Gründen“ gekürzt, so die Einblendung in der Sendung, die in der Mediathek abrufbar ist.

Im Beitrag der ZDF-Mediathek zu den Krawallen in Belfast und Elon steht jetzt der Hinweis: „Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Grünen gekürzt“. Dort wurde zuvor behauptet, Elon Musk habe zu den gewalttätigen Protesten aufgerufen

Im Beitrag der ZDF-Mediathek zu den Krawallen in Belfast und Elon steht jetzt der Hinweis: „Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Gründen gekürzt“. Dort wurde zuvor behauptet, Elon Musk habe zu den gewalttätigen Protesten aufgerufen

Foto: ZDF-Mediathek

In der Anmoderation von „ZDFheute live“ am 12. Juni 2026 sagte die Moderatorin: „Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten: Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“ Das ZDF reagierte zwar auf Kritik – auch von Journalisten –, erklärte jedoch bisher nur: „Die Formulierung ist unpräzise und deshalb missverständlich.“ Nun also die Reaktion auf Musks Anwaltsschreiben: Teile der Moderation wurden gekürzt.

Aus der Mediathek gelöscht: Wegen dieser Szene verklagt Elon Musk das ZDF

Quelle: ZDF Heute Live, X/ElonMusk, Nasdaq (via AP)16.06.2026

Gewalttätige Proteste in Belfast

Auslöser war ein Beitrag auf der Plattform X nach einem Messerangriff in Belfast. Musk hatte dort am 9. Juni ein Posting des Rechtsextremisten Tommy Robinson vom selben Tag zu Protesten in Großbritannien geteilt. Robinson schrieb: „Im gesamten Vereinigten Königreich gehen die Menschen heute Abend um 19 Uhr auf die Straße – nach einem weiteren Angriff von Eindringlingen auf unser Volk.“ Und Musk: „Nur durch wiederholte und laute Proteste wird sich etwas ändern.“

In Belfast und Umgebung gab es seit Montag (8. Juni) vergangener Woche an mehreren Abenden gewalttätige, ausländerfeindliche Proteste. Zu den Demonstrationen hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen. Auslöser war ein veröffentlichtes Video, das den Messerangriff eines sudanesischen Migranten zeigte: Er versuchte, sein Opfer zu enthaupten.