Gesundheitsamt mit Details
Warum ein Passagier Großalarm am Flughafen auslöste
19.06.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Vorfeld des Flughafens Nürnberg (Symbolbild): Als eine Pegasus-Maschine hier am Donnerstag landete, rückten Spezialkräfte an. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
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Aufregung am Flughafen: Ein Passagier löst mit seinen Symptomen am Donnerstag einen Großeinsatz aus. Nun äußert sich das Gesundheitsamt zum Ablauf.
Nach dem Verdacht auf eine möglicherweise hochansteckende Erkrankung in einem Flugzeug aus Istanbul geben die Behörden auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online nun weitere Details bekannt.
Am Donnerstag kam es am Albrecht-Dürer-Airport zum Großeinsatz, der auch die Experten der Gesundheitsbehörden anrücken ließ: Ein Passagier mit einer womöglich hochansteckenden Krankheit sei gelandet, vermeldete die Stadt Nürnberg. Er sei aus Istanbul eingereist.
Auch das städtische Gesundheitsamt war mit Vertretern vor Ort. Sprecherin Nicola Mögel erklärte am Freitag: Auslöser sei ein „unspezifischer Verdacht auf das mögliche Vorliegen einer hochinfektiösen Erkrankung“ gewesen. Grund für den Verdacht seien die Symptome und das Einreiseland gewesen. Mehr Informationen hätten den Experten zunächst nicht vorgelegen.
Um welche Symptome es sich genau handelte und welche Krankheiten im Verdacht waren, dazu äußert sie sich nicht weiter. Nur so viel: „Die Meldung erfolgte aufgrund einer zunächst unspezifisch beschriebenen Symptomatik bei einem Passagier.“ Jedenfalls haben die Informationen ausgereicht, um vorsorgliche Maßnahmen zum „vorbeugenden Gesundheitsschutz“ einzuleiten.
Der Verdacht auf eine hochansteckende Erkrankung habe sich vor Ort allerdings nicht erhärtet. Eine medizinische Untersuchung habe keinerlei Hinweise ergeben.
Gesundheitsamtsprecherin Mögel sagt weiter: Solche Hinweise würden von Anfang an ernst genommen, um gegebenenfalls erforderliche Schutzmaßnahmen frühzeitig einleiten zu können. In solchen Fällen greifen demnach etablierte Melde- und Abstimmungsprozesse. Ziel sei eine rasche medizinische Risikobewertung. Außerdem werde geprüft, ob Maßnahmen zum Schutz von Mitreisenden, Personal oder der Allgemeinheit erforderlich seien.
Wer am Flughafen eingebunden war
Welche Schritte im Falle eines Notfalls dann konkret eingeleitet werden, richtet sich laut Gesundheitsamt nach der jeweiligen Lageeinschätzung. Daran beteiligt sein können: Rettungsdienste, Feuerwehren, der Flughafenbetreiber, die Grenzpolizei sowie weitere Behörden wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und die Regierung von Mittelfranken.

Flughafen Nürnberg: Hier kam es am Donnerstag zum Großeinsatz. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
Viele davon seien auch am Donnerstag vor Ort gewesen, erklärt Flughafensprecher Christian Albrecht auf Nachfrage. Für solche Szenarien hätten sie klar definierte Ablaufpläne, die regelmäßig trainiert würden. Er erklärt: Die Maschine sei anschließend gereinigt worden und habe mit abreisenden Passagieren wieder nach Istanbul starten können.
