Vom Aufführungsort zum Aufenthaltsort
Die Idee hinter den Apollon Foyers ist die eines sogenannten „Dritten Ortes“ – eines Raums zwischen Zuhause und Arbeit, an dem Menschen zusammenkommen können, ohne etwas konsumieren oder leisten zu müssen. Ein Konzept, das man eher aus Bibliotheken oder Nachbarschaftszentren kennt als aus einer der renommierten Kulturinstitution.
Die Bayerische Staatsoper will ihre Räume nun nicht nur für Opern- und Ballettabende öffnen, sondern auch für Begegnungen im Alltag. „Wie können wir für weitere Menschen, zu denen, die eh schon kommen, eine Bedeutung haben? Und wie kann der Ort auch über Oper, Konzert und Ballett hinaus eine Relevanz haben?“, sagt Winkel. Das seien die Grundfragen des Projekts.
Dass dabei nicht nur an ein jüngeres Publikum gedacht wird, betont sie ausdrücklich. Vielmehr gehe es darum, unterschiedliche Menschen anzusprechen und herauszufinden, welche Hürden sie bisher davon abgehalten haben, das Haus zu betreten. Oder anders gefragt: Wie wird aus einem Aufführungsort ein Aufenthaltsort?