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Ironman bei der Hitze: Deutliche Mehrheit fordert Absage

27.06.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.

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Abkühlung beim Ironman in Frankfurt (Archivbild): Der Triathlon findet angesichts der Hitze nicht wie geplant statt – viele wünschen sich lieber eine Absage. (Quelle: imago)

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Der Ironman in Frankfurt findet in diesem Jahr bei extremer Hitze statt. Ist das vertretbar? In einer aktuellen t-online-Umfrage äußern Leser eine klare Meinung.

In einer aktuellen Umfrage der Frankfurter t-online-Redaktion spricht sich eine klare Mehrheit für eine Absage des Ironman in Frankfurt aus. Knapp 78 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung: Eine Teilnahme am Ironman bei der Hitze ist zu gefährlich. Rund 19 Prozent finden, dass die Veranstaltung stattfinden soll und die Teilnehmer das Risiko selbst für sich abwägen sollten. Bei der nicht repräsentativen Online-Umfrage gab es bis Samstagnachmittag knapp 1.400 Teilnehmer.

Der Veranstalter hat die Veranstaltung angesichts der extremen Hitze am Freitag auf einen Halb-Ironman zusammengestutzt: Die Radstrecke wird von 180 auf 125 Kilometer reduziert, statt eines Marathons ist nur noch ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer geplant. Die Schwimmdistanz von 3,8 Kilometern im Langener Waldsee bleibt unverändert.

Ironman-Teilnehmer reagieren enttäuscht auf die Verkürzung

Eine Verschiebung des Wettkampfes wäre auch einigen Teilnehmern am Ironman lieber gewesen. Nachdem die Streckenverkürzung bekannt gegeben wurde, reagierten viele Teilnehmer enttäuscht. Man habe lange für einen Ironman trainiert und 1.000 Euro für die Teilnahmegebühr gezahlt – und nun werde die Strecke auf einen sogenannten 70.3 verkürzt, einen Halb-Ironman verkürzt, so der Tenor.

Spezielle Maßnahmen gegen die Hitze beim Ironman

Zudem gibt es in diesem Jahr eine Reihe von Maßnahmen, um die Hitzerisiken abzumildern. Unter anderem gibt es zusätzliche Kühlstationen, eine verstärkten Versorgung und Anpassungen im Rahmenprogramm. Entlang der Strecke sollen weitere Sprinklerduschen aufgebaut werden.

An den Verpflegungsstationen sind mehr Wasser, Becher und Flaschen vorgesehen. Die Teilnehmer sollen verstärkt mit elektrolythaltigen Getränken versorgt werden. Vor allem auf der Laufstrecke am Main plant der Veranstalter zusätzliche Eiswürfel, Eiswasser, Schwämme und Duschen. Im Nachzielbereich sollen mobile Klimaanlagen sowie eine erweiterte Versorgung mit Eis und Wasser bereitstehen.

Andere Sportveranstaltungen abgesagt

Außerdem sollen Teile der Laufstrecke so umgeplant werden, dass schattige Abschnitte für die Teilnehmer entstehen. Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits 2019 unter vergleichbaren Bedingungen: Damals wurde die Strecke am nördlichen Mainufer teilweise in den Schatten von Bäumen verlegt. Zusätzlich wird auch die medizinische Versorgung ausgebaut.

Der Start der rund 70 Profis ist weiterhin für 6.20 Uhr geplant, der Zieleinlauf des Siegers wird für etwa 11.15 Uhr erwartet.

Bei anderen Sportveranstaltungen hatten die Veranstalter bereits mit Absagen reagiert: In Hamburg wurde der Halbmarathon abgesagt. Und im französischen Nizza, wo es laut „accuweather.com“ am Sonntag bis zu 34 Grad haben soll, wurde der Ironman ebenfalls abgesagt.