Objekte nahe der Schiffe abgeworfen

Russen-Jet nähert sich britischen Flugzeugträgern – F-35 steigen auf

06.07.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Über der Norwegischen See: Ein F-35-Jet eskortiert den russischen Aufklärungsflieger. (Quelle: X/@DefenceHQ)

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In der Norwegischen See kommt es zu einem brisanten Zwischenfall zwischen Russland und Großbritannien. Ein Aufklärungsjet ignoriert Funkanrufe und wirft Objekte ab.

Ein russisches Militärflugzeug hat sich nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums mehrfach der britischen Flugzeugträgergruppe um die HMS Prince of Wales in der Norwegischen See genähert. Der Vorfall ereignete sich demnach am 2. Juli während der Operation „Firecrest“, bei der die britische Carrier Strike Group gemeinsam mit Nato-Partnern im Nordatlantik und der Arktis im Einsatz ist.

Wie das Ministerium auf der Plattform X mitteilte, handelte es sich um ein russisches Seeaufklärungsflugzeug vom Typ Bear-F. Die Maschine sei der HMS Prince of Wales wiederholt in geringer Höhe und in kurzer Distanz nahegekommen. Außerdem habe sie mehrere Sonarbojen in der Nähe des Flugzeugträgers abgeworfen. Solche Bojen werden zur Ortung und Verfolgung von U-Booten eingesetzt.

Der Aufklärungsflieger soll den britischen Schiffen sehr nahegekommen sein.Vergrößern des BildesDer Aufklärungsflieger soll den britischen Schiffen sehr nahegekommen sein. (Quelle: X/@DefenceHQ)

Nach britischen Angaben reagierte die russische Besatzung zudem nicht auf Funkanrufe über internationale Sicherheitsfrequenzen. Das Verteidigungsministerium bezeichnete das Verhalten deshalb als „unsicher und unprofessionell“. Daraufhin seien zwei F-35-Kampfjets der Royal Navy vom Flugzeugträger gestartet. Sie hätten das russische Flugzeug abgefangen und begleitet, bis es das Gebiet verlassen habe.

Jet soll Sonarbojen abgeworfen haben

Die britische Carrier Strike Group befindet sich derzeit im Rahmen eines Nato-Einsatzes in der Hocharktis und im Nordatlantik. Nach Angaben Londons dient die Mission dazu, gemeinsam mit Verbündeten die Sicherheit in der Region zu stärken.

Die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, zwei russische Maschinen hätten Dutzende Sonarbojen abgeworfen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt bislang nicht vor. Das russische Verteidigungsministerium hat sich zu dem Vorfall bislang nicht öffentlich geäußert.