Aus Protest gegen eine neue Preiskategorie für asiatischen Pop will die weltberühmte K-Pop-Band BTS im nächsten Jahr nicht an den Grammy Awards teilnehmen. »Wir hoffen, dass Musik für das gehört und geliebt wird, was sie ist und nicht anhand von Regionen oder Sprachen definiert wird«, teilten die Bandmitglieder auf Instagram mit.

Die Grammys hatten im Juni bekanntgegeben, fünf neue Kategorien für die begehrten Musikpreise einzuführen, darunter auch die Kategorie »Best Asian Pop Music Performance«. Damit sollten Darbietungen ausgezeichnet werden, die aus asiatischen Märkten stammen.

Kritiker werfen ihr vor, Popmusik aus Asien damit in eine Schublade zu stecken, anstatt sie neben anderen, meist englischsprachigen, Welthits zu bewerten. Ähnliche Kritik gibt es auch an einer Kategorie der Grammys für Musik aus Lateinamerika.

Mehrfach für den Grammy nominiert

Die Gruppe galt als großer Favorit für die Grammy-Verleihung im kommenden Jahr. Ihr Comeback-Album ARIRANG zählt zu den erfolgreichsten Alben des Jahres. Mit ihrem Song Dynamite schafften es BTS 2020 als erste südkoreanische Band überhaupt an die Spitze der US-Charts.

Die Gruppe wurde bereits mehrfach für den wichtigsten Musikpreis der USA nominiert und trat auch schon bei den Grammys auf. Einen Grammy gewinnen konnten BTS bisher jedoch noch nicht.

ARIRANG wäre in der Kategorie des besten Albums angetreten. Für die neuen Kategorien, darunter die beste asiatische Pop-Performance, wäre es hingegen nicht in Frage gekommen, weil die Gruppe darauf größtenteils auf Englisch singt.

K-Pop-Band

BTS

Musik-Comeback des Jahres:
Was BTS zu einer der erfolgreichsten Bands macht

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„Arirang“ von BTS:
Haben die Spaß?