Mit einigen Vorschusslorbeeren und der Rolle als Aufstiegsfavorit war der TK BW Aachen in die Saison der Nordstaffel der 2. Tennis-Bundesliga gestartet. Auch in Krefeld hat man dem Absteiger aus der Bundesliga einiges zugetraut. Nach sechs von neun absolvierten Spieltagen können die Aachener den Traum vom direkten Wiederaufstieg allerdings wieder begraben, drei Siegen stehen auch drei Niederlagen gegenüber.

Die dritte Pleite haben die Aachener am Freitag in Krefeld beim HTC Blau-Weiß einstecken müssen. Die Mannschaft von der Hüttenallee, die wie in der vergangenen Saison ebenfalls das klare Ziel hat, selbst aufzusteigen, feierte am Freitag bereits den fünften Erfolg in Serie. 7:2 lautete das Resultat am Ende des Tages.

Ähnlich wie bei den Siegen gegen Bremen und den TC GW Nikolassee starteten die Blau-Weißen auch dieses Mal wieder sehr fulminant ins Match und konnten bereits nach den Einzelspielen den Sieg in trockenen Tüchern wissen. Stefano Travaglia und Matteo Martineau mussten in ihren Duellen in den Match-Tie-Break gehen, gewannen diesen allerdings. Alle anderen Einzel wurden in zwei Sätzen gewonnen. Auch wenn die Doppelspiele nicht mehr über Sieg oder Niederlage entscheiden würden, mussten sie dennoch ausgespielt werden. Und für die Bilanz der Matchpunkte, die eventuell noch relevant werden könnte, ist jeder hohe Sieg hilfreich. Mit dem sicheren Sieg im Hinterkopf konnten die Doppel entsprechend ohne Druck angegangen werden. Stefano Travaglia und Giovanni Oradini bezwangen ihre Kontrahenten in zwei Sätzen, die anderen beiden Doppelspiele konnten sich die Aachener sichern und so zumindest leichte Ergebniskosmetik betreiben.

Der drittletzte Spieltag der Liga steigt bereits am Sonntag. Dann sind die Krefelder beim Oldenburger TeV gefordert. Der HTC muss nach der Niederlage am ersten Spieltag gegen den Rochusclub weiter auf einen Patzer der Düsseldorfer hoffen, um den Traum vom Aufstieg am Leben zu erhalten.