Nach Vorfall in Leipzig

Innenminister: Frankfurter Flughafen besonders gefährdet

06.08.2026 – 12:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Vorstellung einer neuen SpionageeinheitVergrößern des Bildes

Die Sicherheitslage ist nach den Worten von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU, Archivbild) angespannt. Auch zum Frankfurter Flughafen äußerte er sich. (Quelle: Hannes Albert/dpa/dpa-bilder)

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Der Flughafen Frankfurt, ein zentraler Internetknoten und Militärstandorte machen Hessen zum Ziel für Spionage. Das Land zieht nun Konsequenzen.

Hessens Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) bekommt eine eigene Abteilung für Spionageabwehr. Das hat Innenminister Roman Poseck (CDU) in Wiesbaden bekannt gegeben, wie die dpa in Hessen berichtet. Zugleich sollen eine Abteilung für Operative Aufklärung sowie eine Kompetenzstelle für den Schutz von Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden entstehen.

Poseck begründete die Neuaufstellung mit der zentralen Lage des Landes und seiner wirtschaftlichen Stärke. Beides mache Hessen zu einem potenziellen Ziel für Spionage, Sabotage und Cyberangriffe aus dem Ausland. Als besonders gefährdete Standorte nannte er den Frankfurter Flughafen, den dortigen Internetknotenpunkt sowie militärische Liegenschaften im Land.

Bedrohung für den Frankfurter Flughafen?

Auf den Vorfall am Flughafen Leipzig verwies Poseck ebenfalls: Das hybride Anschlagsszenario mit einer Sprengstoff-Drohne in dieser Woche zeige, „wie angespannt unsere Sicherheitslage sei“. Für den Frankfurter Flughafen gebe es derzeit jedoch keine Hinweise auf eine akute Bedrohung, fügte er hinzu.

LfV-Präsident Bernd Neumann erhofft sich von der Umstrukturierung nach eigenen Worten kürzere Abstimmungsprozesse und schnellere Entscheidungen. Im Zuge der Neuorganisation sollen gezielt neue Mitarbeiter eingestellt werden. Einen weiteren Stellenaufbau über die derzeit knapp 390 Stellen hinaus schloss Poseck wegen der angespannten Haushaltslage vorerst aus.