Newsblog zum Krieg in Nahost

Trump: Straße von Hormus wird US-Territorium

Aktualisiert am 15.08.2026 – 05:21 UhrLesedauer: 9 Min.

Donald Trump beim Nato-Gipfel: Er sprache jetzt davon, die Straße von Hormus den USA einzuverleiben. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Donald Trump beim Nato-Gipfel: Er sprache jetzt davon, die Straße von Hormus den USA einzuverleiben. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Marek Ladzinski/imago)

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Trump will sich die Straße von Hormus aneignen. Der Iran hat noch nicht über weitere Verhandlungen entschieden. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Tote nach Huthi-Angriff in Jemen

Bei einem Raketenangriff der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung des Jemen mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gehörten.

Iran: Keine Entscheidung über neue Verhandlungen

Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse.

Araghtschi erklärte, die Vermittler Pakistan und Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt. Die zuvor bestehenden Kanäle seien allerdings nicht mehr da, ein neuer Kanal müsste eingerichtet werden.

Iran weist Trumps Drohungen zurück

Der Iran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle des Iran gesperrt oder freigegeben, teilt Gharibabadi auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Er reagiert damit auf US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hat, die Meerenge zu US-Territorium zu erklären. Es war zunächst unklar, wie ernst Trump diese Ankündigung meinte.

Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium machen

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht.

Die Ölpreise waren infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen, weil der Iran mit Drohungen den Schiffsverkehr in der Meerenge beeinträchtigt. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran.

Vier Tote bei Raketenangriff der Huthis auf Hafenstadt

Bei einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer wurden nach Angaben der international anerkannten Regierung vier Zivilisten getötet. Die islamistische Terrormiliz habe sechs ballistische Raketen abgefeuert, hieß es. Die Huthis erklärten dagegen, sie hätten militärische Ziele der von Saudi-Arabien unterstützten Truppen beschossen.