Russland hat eine Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer abgelehnt und sieht derzeit keinen Anlass für eine begrenzte Feuerpause. «Gleichzeitig sehen wir keine Anzeichen für eine Verbesserung der Lage und folglich auch keinen Grund für halbe Massnahmen, die dem Kiewer Regime lediglich eine vorübergehende Atempause verschaffen», erklärte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, laut Reuters.

KRISTINA SOLOVYOVA / SPUTNIK/KRE / KEYSTONE

epa13161660 Russian President Vladimir Putin chairs a meeting of the Council for Science and Education on modern infrastructure and platform solutions for scientific and technological development at the Siberian Ring Photon Source (SKIF) synchrotron radiation facility near the science town of Koltsovo in the Novosibirsk region, Russia, 11 August 2026

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In den vergangenen Wochen haben Russland und die Ukraine ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt. Die zunehmenden Gefahren für die Schifffahrt haben laut Reuters bereits die Getreidepreise auf dem Weltmarkt steigen lassen. Beide Länder gehören zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren.

Sacharowa reagierte auf Aussagen des türkischen Aussenministers Hakan Fidan. Dieser hatte in einem Interview erklärt, Ankara habe Russland und der Ukraine Vorschläge für ein Moratorium militärischer Operationen im Schwarzen Meer unterbreitet. Nach Angaben Sacharowas hat Moskau jedoch keinen formellen Vorschlag aus der Türkei erhalten.

Reuters hatte am Donnerstag berichtet, die Ukraine habe Russland über einen Vermittler angeboten, dass beide Seiten ihre Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer einstellen. Sacharowa warf Kiew dagegen «dreiste Terrorakte» gegen die Schifffahrt vor und bezeichnete die Angriffe als Versuch, den zivilen Schiffsverkehr zu destabilisieren und den Krieg zu verlängern. Auf russische Angriffe ging sie dabei nicht ein.

Eine Rückkehr zum früheren Getreideabkommen für das Schwarze Meer schloss Sacharowa ebenfalls aus. Die 2022 unter türkischer Vermittlung geschlossene Vereinbarung hatte der Ukraine und Russland den Getreideexport über das Schwarze Meer ermöglicht. Sie endete 2023, nachdem Moskau dem Westen und der Ukraine vorgeworfen hatte, ihre Verpflichtungen nicht einzuhalten.