Aufgeräumt wird an der North Side Gallery aber schon: Das Bezirksamt verweist auf ein Reinigungskonzept, das auch die Sprayer-Szene einbindet. Jugendliche, die beim illegalen Sprayen erwischt wurden, räumen ein- bis zweimal die Woche rund um die North Side Gallery den Müll weg.

„Schadenswiedergutmachung“ heißt das soziale Projekt der pad GmbH. Leiter Taima Rinne-Wolf ist in Sachen North Side Gallery von sich aus aktiv geworden: „Ich bin damals, als ich diesen Konflikt zwischen Anwohnerschaft und der Graffiti -Szene hier mitbekommen habe, aufs Grünflächenamt und auf die Graffiti Lobby zugegangen mit dem Gedanken, auf diese Weise ein bisschen Druck aus der Situation zu nehmen.“

Die Müllsituation hat sich seiner Meinung nach seitdem deutlich verbessert: „Früher mussten wir zwei, drei Schubkarren mitnehmen und auch mehr in die Gebüsche klettern, um die Dosen herauszuholen und die Farbeimer.“ Mittlerweile liege schon alles vorsortiert da, mit einer Schubkarre sei es meistens getan. Das stimme, sagt Jurji Paderin: „Wir kommunizieren mit der Szene, dass sie ihr Zeug mitnehmen soll. Und das passiert auch.“