Stand: 25.08.2026 09:23 Uhr
Heute äußert sich der VW-Vorstand vor der Belegschaft in Wolfsburg und Braunschweig. Es geht um mögliche Werksschließungen und den Abbau von bis zu 100.000 Stellen. Alle Hintergründe und Entwicklungen hier im Liveticker.
08:54 Uhr
Hier sollen Versammlungen stattfinden
Bis Ende August sind in ganz Deutschland neun Betriebsversammlungen angesetzt, in denen der Vorstand die Belegschaft über die Sparpläne informieren will. In Niedersachsen sind folgende Termine angesetzt:
- heute: Wolfsburg und Braunschweig
- 26. August: Emden
- 28. August: Salzgitter
- 31. August: Hannover
Im September ist bei VW die nächste Aufsichtsratssitzung geplant.
08:20 Uhr
„Spiegel“-Bericht: VW will radikal reformieren

Per Sperrminorität könnte das Land Niedersachsen bei VW zum Beispiel Werksschließungen verhindern.
Diverse Medien berichten von einem radikalen Plan der VW-Spitze. Unter dem Namen „Group Target Picture 2030“ will VW etwa dem „Spiegel“ zufolge diverse Werke in Deutschland schließen und „tiefgreifende Strukturreformen“ vornehmen. Demnach würden die Werke in Zwickau und Emden 2031 ihre Produktion einstellen, Hannover 2032. Auch Audi würde das Werk in Neckarsulm 2034 schließen. Laut „Spiegel“ würde Audi dann nur noch in Ingolstadt und VW nur noch in Wolfsburg produzieren. Auch plant VW-Chef Blume demzufolge, Volkswagen in eine eigene Aktiengesellschaft auszugliedern, um dem Land das Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen zu streichen. Niedersachsen ist mit 20 Prozent an VW beteiligt und lehnt Werksschließungen ab.
08:00 Uhr
Volkswagen baute anfangs Rüstungsgüter
Am 26. Mai 1938 wurde in Fallersleben der Grundstein für das erste VW-Werk gelegt. Damals versprach Adolf Hitler den Bürgerinnen und Bürgern des Deutschen Reichs einen erschwinglichen „Volkswagen“ über ein Finanzierungsmodell. Doch der Kraft-durch-Freude-Wagen wurde nie gebaut: Mit Kriegsbeginn wurde die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt. Privatautos blieben auch weiterhin einer kleinen, privilegierten Schicht vorbehalten. Erst nach Kriegsende begann im von den Alliierten benannten Wolfsburg die Serienproduktion der Volkswagen Limousine – als VW Käfer wurde das Auto später weltweit millionenfach verkauft.
06:52 Uhr
VW-Chef Blume: „Lage ist kritisch“
Oliver Blume hatte zuletzt erklärt, dass bisherige Einsparungen noch nicht ausreichend seien. „Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert“, sagte der VW-Chef. „Die Lage ist mehr als kritisch.“ Auch sprach er in einem VW-internen Interview davon, dass es für die vier Werke Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm (Audi) noch keine „wettbewerbsgerechte Belegung“ in den 30er-Jahren gebe. Intelligente Lösungen seien aber immer besser, als ein Werk zu schließen.
06:34 Uhr
Schwere Situation für Belegschaft
Für die Beschäftigten bei Volkswagen ist die Situation „schwer erträglich“, heißt es vom Betriebsrat. Für Zehntausende Menschen fehle es an Klarheit. Einige sind zuversichtlich, dass VW die Krise meistern wird und blicken trotz allem positiv in die Zukunft. „Bei VW wird sich noch einiges ändern müssen, aber dann bin ich zuversichtlich, dass eine gute Chance besteht, wieder auf die Spur zu kommen“, sagte eine Mitarbeiterin dem NDR. Ein anderer Beschäftigter blickt hingegen pessimistischer auf die Entwicklung: Wenn VW nicht zu seinen Werten zurückkehre, sehe er „schwarz für ganz Niedersachsen und den Konzern“.
Video:
NDRfragt: VW in der Krise – und jetzt? (4 Min)
06:15 Uhr
Cavallo erteilt Werksschließungen im Vorfeld Absage
Gestern Abend haben Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrats-Mitglied Olaf Lies (SPD) und die Chefin des VW-Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, das von der Schließung bedrohte VW-Werk in Hannover besucht. Cavallo gab sich dabei kämpferisch und erteilte im Raum stehenden Werksschließungen eine klare Absage.
06:00 Uhr
Guten Morgen!
Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserem Liveticker. Wir informieren Sie an dieser Stelle über die heutige Betriebsversammlung in Wolfsburg – sie beginnt um 9.30 Uhr und ist eine von neun Versammlungen bis Ende August.

Der Rat will die Resolution bei einer Dringlichkeitssitzung beschließen. Am Mittwoch kommt VW-Chef Blume nach Emden.

Mehrere Betriebsversammlungen stehen an. Es geht um drohende Werksschließungen und einen Abbau von bis zu 100.000 Stellen.

Der Ministerpräsident sprach anschließend von einer „klaren Haltung“ zu Standorten und Beschäftigten.
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