Bielefeld. Zahlreiche Shoppingbesucher im Bielefelder Einkaufszentrum Loom sind am Dienstagmittag von einem Feueralarm samt Evakuierung überrascht worden. Gegen 13.15 Uhr am Dienstag, 25. August, schrillten die Warnmelder los. Das riesige Gebäude in der Bielefelder Innenstadt musste umschließend geräumt werden. Laut Loom-Manager Julius Birnbaum führte nicht ein Brand zur Schließung. Sondern eine Überschwemmung.
Das Parkhaus geschlossen, die Eingänge ebenfalls dicht. Ordner in Westen kontrollieren die Zugänge. Vor den Türen ratlose Besucher und Mitarbeiter, die das Gebäude fluchtartig verlassen mussten. Die Feuerwehr ist mit mehreren Fahrzeugen angerückt. Gegen 14 Uhr steht dann fest: Nicht ein Feuer, aber sehr viel Wasser steckt hinter dem Einsatz.
Wie Loom-Manager Birnbaum berichtet, sei beim Rückbau des Mietladens Superdry, der kürzlich im Loom geschlossen hat, versehentlich der Kopf eines Sprinklers abgetrennt worden. Dadurch sind einige 1.000 Liter Wasser in den Laden geströmt. Die Haustechnik habe das Wasser relativ schnell abstellen können. Allerdings hat die automatische Brandmeldeanlage sofort Alarm geschlagen, sodass die Feuerwehr innerhalb von wenigen Minuten vor Ort war.
Aktuell sind Teile des Löschzugs weiterhin im Loom und helfen den Haustechnikern beim Abpumpen des Wassers. Laut Birnbaum ist der Schaden in dem Laden jedoch überschaubar. Die Evakuierung des Shoppingcenters habe zudem vorbildlich funktioniert. „Genau das üben wir regelmäßig, deshalb sind wir da entspannt.“
Wie konnte das passieren? Bei den Bauarbeiten in dem Geschäft müssen Zwischenwände und Decken entfernt werden. Dabei muss eine der Wände umgekippt sein und dann einen Sprinkler-Kopf an der Decke erwischt und abgeschlagen haben.
Kunden und Mitarbeiter des Shoppingcenter hatten nach dem Alarm am Dienstagmittag alle das Gebäude verlassen müssen. Nach etwa 45 Minuten war der Spuk vorbei, die Mitarbeiter konnten an ihre Arbeitsplätze, die Kunden in die Geschäfte zurückkehren. Das Loom ist wieder geöffnet.
Loom-Chef überrascht: Für Bielefelds Innenstadt sieht er jetzt eine große Chance
Zahlreiche Loom-Besucher und Mitarbeiter bleiben draußen und warten in der Bielefelder Fußgängerzone vor den verschlossenen Türen.
| © Jens Reichenbach
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