30.08.2026 – 12:10

Polizei Dortmund

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 0725

Ein Handy, das die 28-jährige Besitzerin eigentlich längst abgeschrieben hatte, führte die Polizei am Freitag (28.08.2026) direkt zu den mutmaßlichen Betrügern.

Die Frau aus Bergkamen hatte ihr hochwertiges Mobiltelefon zuvor über Ebay-Kleinanzeigen verkauft. Der Käufer bezahlte jedoch mit Falschgeld. Kurze Zeit später entdeckte die 28-Jährige ihr Handy erneut auf der Plattform – und zwar bei einem neuen Verkaufsangebot.
Die Frau nahm Kontakt zum Verkäufer auf und verabredete sich mit ihm in Dortmund-Lanstrop. Zusammen mit der Polizei traf sie dort auf zwei Brüder aus Dortmund im Alter von 18 und 21 Jahren.

Die beiden Männer boten das Mobiltelefon zum Verkauf an. Der 18-Jährige, gegen den sich der Tatverdacht richtete, stimmte anschließend einer freiwilligen Durchsuchung seiner Wohnung zu.

Dabei entdeckten die Einsatzkräfte mehr als nur das gesuchte Handy: Sie fanden zwei weitere, die vermutlich ebenfalls aus Straftaten stammten und offenbar auch verkauft werden sollten. Außerdem stellten sie Falschgeld im niedrigen vierstelligen Bereich sowie mehrere verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz sicher. Auch das persönliche Mobiltelefon des 18-Jährigen nahmen die Einsatzkräfte für die weiteren Ermittlungen an sich.

Die Ermittler prüfen nun einen möglichen Zusammenhang mit weiteren Betrugsfällen. Nach aktuellem Stand verzeichnete das Polizeipräsidium Dortmund in den vergangenen Tagen mindestens vier Taten nach demselben Muster. Dabei kauften die Tatverdächtigen hochwertige Mobiltelefone und Zubehör über Ebay-Kleinanzeigen, die sie mit Falschgeld bezahlten. Auch im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna registrierten die Ermittler mindestens eine vergleichbare Tat. Auch hier wird jetzt ein Zusammenhang mit der aktuellen Tat und dem Tatverdächtigen geprüft.

Die Polizei behandelte den 18-Jährigen erkennungsdienstlich und leitete Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Hehlerei und Inverkehrbringens von Falschgeld ein. Nach Rücksprache mit der Kriminalwache entließen die Einsatzkräfte ihn anschließend vor Ort. Die Ermittlungen zu den Taten und möglichen Beteiligten dauern an.

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