Fußball | 2. Bundesliga

Stand: 09.09.2026 09:00 Uhr

Nach nur einem Sieg aus vier Spielen steht Dynamo Dresden schon früh unter Druck. Vor dem wichtigen Spiel bei Eintracht Braunschweig am Samstag (13 Uhr im Audiostream und Liveticker) analysiert Keeper Tim Schreiber die Situation, Neuzugang Patrice Covic brennt auf seinen ersten Einsatz.

von SPORT IM OSTEN

Dynamo war mit jeder Menge Euphorie in die neue Saison gestartet. Die Dresdner hatten im Vorjahr mit einer Top-Five-Performance in der Rückrunde den Klassenerhalt gesichert. Einige der in der Rückrunde geholten Leihspieler konnten fest verpflichtet werden. Dynamo galt bei vielen Experten als Kandidat für mehr als nur den Klassenerhalt. Davon ist man als Vorletzter mit nur einem Sieg aus vier Partien aber gerade weit entfernt.

Am vergangenen Samstag ging auch noch die Heimstärke flöten: Nach zuvor vier Siegen im Harbig-Stadion entführte Bochum beim 2:1 die drei Punkte. Keeper Schreiber sagte. „Danach haben wir vieles angesprochen, einige Szenen schauen wir uns auch noch an.“ Solche Phasen gehörten aber zu einer Saison: „Die hatten wir letzte Saison auch. Da müssen wir klar und ruhig bleiben.“

Video:
Fehlstart in Schwarz-Gelb: Dynamo Dresden verliert gegen den VfL Bochum (2 Min)

Schreiber: Aufstieg „intern“ kein Thema

Die Aufbruchstimmung, die zu Saisonbeginn rund um den Klub herrschte und zu Blütenträumen führte, habe das Team nicht unter Druck gesetzt, unterstrich Schreiber: „Wir haben uns intern als Mannschaft ein Ziel gesetzt. Das ist realistisch. Da haben wir nicht von Aufstiegskandidat gesprochen und sind wirklich bodenständig an die Sache herangegangen.“

Die aktuelle Spielweise mit viel Ballbesitz habe die Mannschaft „auch in der Rückrunde sehr, sehr stark gemacht. Wir waren spielstark, haben den Gegner dominiert“. Würde man das nun nach den ersten Fehlern im Aufbau ändern, habe man „einfach keine Eier“, so der Keeper. Das Team vertraue dieser Taktik.

Schlussmann: Tim Schreiber bei Dynamo Dresden gegen den VfL Bochum

Kritik an ihm selbst, nachdem er am 0:1 gegen Bochum zumindest indirekt beteiligt war, nimmt Schreiber wahr. Der Dynamo-Fan, der bei seinem Lieblingsklub im Kasten steht, erinnerte an seine Vorgänger: „Ich kenne ja auch noch die Zeiten von Benny Kirsten, Marvin Schwäbe und sonst wem. Da war auch nie alles sonnig. Da muss jeder Torhüter mal durch, wenn er hier spielen will.“

Neuzugang Covic will sofort ran

Neuzugang Patrice Covic konnte analytisch noch nicht so viel beitragen und hatte insofern eine leichtere Aufgabe als Kollege Schreiber. Der Mittelfeldspieler wurde von Bundesligist Werder Bremen ausgeliehen und saß gegen Bochum erstmals auf der Bank, ohne direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden.

„Wenn es nach mir geht, hätte ich auch schon gerne gegen Bochum gespielt“, sagte Covic. „Ich bin ein Junge, der brennt und klar gehört auch Taktik dazu. Aber wie gesagt, ich kann es kaum abwarten und wenn es nach mir geht, stehe ich da gerne auch schon am Samstag auf dem Platz.“ Dann geht es zu Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen stehen nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ebenfalls unter Druck.

Video:
Dynamo-Neuzugang Patrice Covic: „Kann es kaum erwarten“ (8 Min)

Covic hofft auf mehr Einsätze in Dresden

Bei seinem Wechsel ging es Covic vor allem um mehr Spielpraxis: „Ich glaube, dass ich hier auf mehr Spielzeit kommen könnte, als sie es mir in Bremen dann doch irgendwo hätten versprechen können.“ Dass ihm an der Weser manch einer eine Träne nachweint, freut ihn schon, ändert aber nichts an seiner Lust auf Dynamo: „Das ist ein großer Verein, von den Fans natürlich auch geprägt. Ich war als kleiner Junge einmal hier im Stadion. Klar hat man die Atmosphäre schon mitbekommen.“ Dabei habe ihn von Berlin aus die Familie mit Papa Ante Covic begleitet.

Patrice Covic im Trikot von Werder Bremen.

Der Ex-Profi und heutige Jugend-Trainer von Hertha BSC war nun auch ein Ratgeber für den 19-Jährigen: „Das war jetzt auch eine wichtige Entscheidung für mich persönlich, und da habe ich dann schon mit ihm das eine oder andere Gespräch geführt und er hat dann mir auch seine Idee dazu gesagt“, so Patrice Covic, der sich selbst als „fußballverrückt“ bezeichnet.

cke

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