
AUDIO: Nachrichten aus dem Studio Kiel 16:30 Uhr – 09.09.2026 (2 Min)
Stand: 09.09.2026 19:35 Uhr
Seit drei Jahrzehnten hilft die Frauenberatungsstelle in Kiel in schwierigen Lebenslagen. Unter anderem nutzen rund 250 wohnungslose Frauen das Angebot jeden Monat – jetzt kommen neue Angebote hinzu.
Für viele Frauen in schwierigen Lebenssituationen ist sie eine wichtige Anlaufstelle: die Frauenberatungsstelle der Stadtmission Kiel. Die Mitarbeitenden unterstützen unter anderem bei Wohnungslosigkeit und helfen dabei, wieder eine Perspektive zu finden – laut Stadtmission beraten sie monatlich rund 250 alleinstehende Frauen ohne Bleibe.
Frauenberatungsstelle: Neue Angebote zum Jubiläum

Besonders wenn Frauen wegen Gewalt ihr Zuhause verlassen müssen, ist die Frauenberatung eine wichtige Anlaufstelle.
Am Mittwoch hat die Kieler Einrichtung ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu stellte die Stadtmission auch neue Angebote vor. Unter dem Namen „Damperhof – ein Ort für Frauen“ gibt es laut Stadtmission einen Soli-Laden und einen neuen Tagestreff. Dort sollen Frauen niedrigschwellig Unterstützung bekommen und einen Ort zum Ankommen und Austauschen finden, heißt es.
Besondere Herausforderungen für wohnungslose Frauen
Die Bedeutung der Beratungsstelle sei nach wie vor groß, betont Sebastian Rehbach, Geschäftsführer der Stadtmission Kiel. Wohnungslose Frauen stünden häufig vor anderen Herausforderungen als wohnungslose Männer. Auch für die Polizei sei die Arbeit der Beratungsstelle wichtig – insbesondere bei Frauen, die wegen häuslicher Gewalt ihr Zuhause verlassen müssen. Die Polizei Kiel registrierte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 619 Fälle von häuslicher Gewalt, die Mehrzahl der Angriffe richte sich gegen Frauen.

Beim Solidaritätslauf durch Lübecks Altstadt setzen Männer und Frauen ein Zeichen gegen Partnerschaftsgewalt.

In der Mütterklinik Travemünde sollen überlastete Frauen lernen, sich neu zu finden. Sport, Therapie und Ernährung sollen dabei helfen.

Der Kreis sichert den Beratungsstellen in Elmshorn und Pinneberg bis 2027 weitere Gelder zu.

Beim Frauennotruf im Kreis Nordfriesland haben sich im vergangenen Jahr fast 500 Frauen beraten lassen.