Trotz des Regens der vergangenen Wochen bleibt es in Hessen vielerorts zu trocken. In Wiesbaden gelten wegen erhöhter Waldbrandgefahr bereits Einschränkungen – am Wochenende könnte sich die Lage in Teilen des Landes weiter verschärfen.

Ein Schild warnt vor Waldbrandgefahr. (Symbolbild)
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00:39 Min.|09.09.26|Jutta Nieswand
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Wegen der anhaltend trockenen und warmen Witterung steigt in Teilen Hessens wieder die Waldbrandgefahr. Die Stadt Wiesbaden hat deshalb am Mittwoch die Waldbrandgefahrenstufe 3 ausgerufen, wie sie mitteilte.
Das heißt: Alle öffentlichen Grillplätze in und am Wald werden geschlossen. Die Veranstalter von Festen müssen an jedem Grillstand zusätzliche Feuerlöscher oder gefüllte Wassereimer vorweisen. Feuerwehr und Forstdienststellen bitten die Bevölkerung gleichzeitig darum, jedes Feuer sofort über den Notruf 112 zu melden.
Zum Schutz des Waldes ist das Rauchen dort ganzjährig verboten. Ordnungskräfte sollen laut der Stadt die Waldflächen verstärkt kontrollieren.
Für Frankfurt und Schaafheim (Darmstadt-Dieburg) könnte der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag sogar Stufe 4 erreichen. Dann würde ein generelles Grillverbot auf öffentlichen Grillplätzen gelten.
Trockenheit laut Landesamt bisher nicht nachhaltig gemildert
Der Regen der vergangenen Wochen hat die Trockenheit nach Einschätzung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zwar gemildert, aber nicht beendet.
„Die Niederschläge seit Mitte August haben die Situation bei den Gewässern und Böden in Hessen teilweise entspannt, von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch noch nicht gesprochen werden“, erklärt Theresa Frommen vom HLNUG.
Boden in der Tiefe stark ausgetrocknet
Die wechselhaftere Witterung seit der zweiten Augusthälfte hat laut dem Landesamt lokal, insbesondere in Nordhessen, zu einer leichten Erhöhung der Bodenfeuchte in den obersten Schichten geführt.
„Insgesamt sind die Böden zu Beginn des Herbstes jedoch weiterhin auch in größeren Tiefen stark ausgetrocknet“, erklärt das HLNUG. Das Ausmaß hänge auch von der Beschaffenheit des Bodens ab.
Deutlicher Unterschied zum Vorjahr beim Grundwasser
Ähnlich ist die Situation beim Grundwasser: Ende August hätten sich weiterhin 64 Prozent der Messstellen im niedrigen oder sehr niedrigen Bereich befunden.
„Damit war die Grundwassersituation deutlich ungünstiger als im Vorjahr“, erklärt das Landesamt. Eine nachhaltige und flächendeckende Regeneration des Grundwassers sei erst im Winter zu erwarten.
Der Wasserstand in Bächen und Flüssen sei nach dem Regen gestiegen, eine nachhaltige Erholung sei aber auch hier nicht eingetreten: „Zum 8. September lagen die Abflüsse an zwei der elf Referenzpegel im extrem niedrigen, an drei im sehr niedrigen und an sechs im niedrigen Bereich.“
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