Brandenburgs Feuerwehren sind im Dauereinsatz: Seit dem 1. März ist in der Mark „kaum ein Tag vergangen, an dem die Feuerwehren nicht zum Löschen eines Waldbrands alarmiert werden mussten.“ Bis Ende Mai mussten die Feuerwehren schon zu 125 Waldbränden ausrücken. Das teilte das Potsdamer Umweltministerium am Donnerstag mit.

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Den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge hat Brandenburg 2025 das trockenste Frühjahr seit Jahrzehnten erlebt. In den Monaten März, April und Mai fielen nur 62 Liter Regen pro Quadratmeter. Dies sei nicht einmal die Hälfte des jährlichen Durchschnitts, der bei 131 Litern pro Quadratmeter liegt.

Die mittlere Temperatur lag in Brandenburg mit 9,9 Grad Celsius im Frühjahr 2025 um 1,8 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel (8,1 Grad Celsius) der Periode 1961 bis 1990. Dabei war es nicht nur wärmer und trockener, auch die Sonnenscheindauer erreichte mit 700 Stunden ein außergewöhnlich hohes Niveau.

Brände sollen schneller mitgeteilt werden

Wie das Ministerium mitteilt, habe der Landesbetrieb Forst Brandenburg mit seinen zwei Waldbrandzentralen eine digitale Schnittstelle in Betrieb genommen: Sie ermögliche es, erkannte Waldbrände noch schneller an die Leitstellen der Feuerwehr zu übermitteln.

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Sobald eine Rauchsäule erkannt wird, wird dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin angezeigt, welche der fünf Regionalleitstellen zuständig ist. Mit der Bestätigung durch einen zweiten Sensor und Freigabe der Meldung werden die Daten zum genauen Brandort digital in das Einsatzleitsystem der Feuerwehr übertragen. Damit soll es möglich sein, erforderliche Einsatzkräfte ohne Verzug zu alarmieren.

Brandenburg müsse sich besser vorbereiten

Doch der Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Sven Wallrath, sieht Brandenburg dennoch nicht hinreichend auf die Waldbrandsaison vorbereitet. „Der Boden ist zu trocken, die Bäume sind zu schwach“, sagt Wallrath den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Die Bäume fänden im Boden kaum noch Feuchtigkeit.

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„So viele Löschzüge, wie wir für eine gute Vorbereitung bräuchten, kann man in der Realität gar nicht vorhalten“, sagt er. Wichtig sei es, mit dem Waldumbau voranzukommen. „Wir brauchen hitzebeständigere Mischwälder im Land“, sagt Wallrath. Dafür fehle es aber sowohl an finanziellen als auch an menschlichen Kapazitäten.