DruckenTeilen
Mit 86 Jahren verstarb Thriller-Ikone Frederick Forsyth. Seine Bücher sind legendär. Welche Werke Sie unbedingt kennen sollten.
Der britische Bestsellerautor Frederick Forsyth, bekannt für seine packenden Spionage-Thriller, ist am 9. Juni 2025 im Alter von 86 Jahren gestorben. Sein Tod markiert das Ende einer Ära für Leser weltweit und hinterlässt eine Lücke in der Welt der Spannungsliteratur. Einige Bücher, die von Frederick Forsyth in Erinnerung bleiben, stellen wir Ihnen hier vor.
Diese Forsyth-Thriller sollten Sie lesen
Mit 86 Jahren verstarb Thriller-Ikone Frederick Forsyth. Seine Bücher sind legendär. Welche Werke Sie unbedingt kennen sollten. © FAMOUS/Imago
Forsyth begann seine Karriere mit einer Ausbildung bei der britischen Luftwaffe, bevor er als Auslandskorrespondent für Reuters tätig wurde. Seine Erfahrungen in Paris und im geteilten Berlin während des Kalten Krieges prägten später seine literarischen Werke.
Übrigens: Bleiben Sie auf dem Laufenden zu Buchtipps und Neuigkeiten aus der Buchwelt mit unserem Newsletter. Jetzt nach einer kurzen Registrierung bei unserem Medien-Login USER.ID anmelden.
interessant für deutsche Leser ist Forsyths Verbindung zur DDR. In seinen 2015 erschienenen Memoiren enthüllte er, dass er zeitweise für den britischen Geheimdienst MI6 tätig war. Er berichtete von einer Mission, bei der er als Tourist in die DDR einreiste und auf einer Museumstoilette in Dresden geheime Unterlagen übergab.
Frederick Forsyth: Der Durchbruch mit „Der Schakal“
Forsyths Karriere als Schriftsteller begann zunächst als Methode, schnell Geld zu verdienen. Doch sein Debütroman „Der Schakal“ katapultierte ihn 1971 an die Spitze der Bestsellerlisten. Das Buch, das von einem geplanten Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle handelt, schrieb er angeblich in nur 35 Tagen.
Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle soll vor einem eiskalten Attentäter geschützt werden. Doch der Plan des Superkillers aus London, genannt der »Schakal« und angeheuert von der französischen Untergrundorganisation OAS, scheint perfekt zu sein. Die Jagd, die quer durch Europa führt, steigert sich zum atemberaubenden Duell zwischen dem französischen Polizeiapparat und dem eiskalten Profimörder.
Frederick Forsyth „Der Schakal“
► Übersetzt von Tom Knoth
► 2013 Piper, ISBN-13 978-3-492-30214-2
► Preis: Taschenbuch 12 €, 347 Seiten
„Es gab Zeiten, in denen es aussah, als würde ich das Frühstück am nächsten Morgen nicht mehr erleben“, erinnerte sich Forsyth in einem Interview mit dem Telegraph. „Aber ich hatte viel Glück im Leben – etwa mit meiner Aufnahme bei der Royal Air Force, meiner Arbeit als Korrespondent in Biafra, Paris und Ost-Berlin. Und ich hatte Glück, vieles davon in Bücher zu verwandeln.“
Wie Sie Ihr Bücherregal perfekt sortieren
10 Tipps für mehr Ordnung im Bücherregal © IPPEN.MEDIA/Imago (imagebroker)
Im Ratgeber stellen wir 10 Methoden für die Sortierung Ihres Bücherregals vor. Von bunt über alphabetisch gibt es viele Möglichkeiten, um die Bücher zu sortieren. Laden Sie sich HIER unseren kostenlosen PDF-Ratgeber herunter. Dafür müssen Sie sich einmalig und unkompliziert bei unserem Medien-Login USER.ID registrieren.
Ein Leben wie ein Thriller
Forsyths eigenes Leben liest sich oft wie einer seiner Romane. Seine Erfahrungen als Journalist und Geheimagent flossen in seine Bücher ein und verliehen ihnen eine Authentizität, die von Lesern und Kritikern gleichermaßen geschätzt wurde. Auch Bestellerautoren wie Arne Dahl, hier im Interview mit 24books.de, wurden von Forsyth inspiriert.
Im Laufe seiner Karriere verfasste Forsyth mehr als 20 Romane, darunter Bestseller wie „Die Akte Odessa“ und „Die Hunde des Krieges“. Seine Bücher wurden mehr als 70 Millionen Mal verkauft und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Diese Bücher von Frederick Forsyth sollten Sie lesen
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Forsyth auch politisch engagiert. Er verkörperte eine sehr britische Version des „Outsider“-Typus und machte aus seiner Unterstützung für den Brexit kein Geheimnis. Diese politische Haltung spiegelte sich auch in seinen späteren Werken wider.
Ein bleibendes Vermächtnis
Frederick Forsyths Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in der Literaturwelt. Sein Literaturagent Jonathan Lloyd würdigte ihn mit den Worten: „Wir betrauern den Tod eines der weltgrößten Thriller-Autoren.“
Die Top-15 Romane im Frühjahr, die Sie lesen sollten
Fotostrecke ansehen
Forsyths Einfluss auf das Genre des Spionage-Thrillers ist unbestreitbar. Seine akribisch recherchierten und oft prophetischen Romane haben Generationen von Lesern und Autoren inspiriert. Sein Vermächtnis wird in seinen Büchern und den zahlreichen Verfilmungen seiner Werke weiterleben.
Mit Frederick Forsyth verliert die Literaturwelt nicht nur einen meisterhaften Erzähler, sondern auch einen Mann, dessen eigenes Leben oft ebenso spannend war wie seine Fiktion. Seine Fähigkeit, Realität und Fiktion zu verweben, hat das Genre des Spionage-Thrillers nachhaltig geprägt und wird Leser noch lange faszinieren. Wenn Sie sich für klassische Thriller interessieren, sollten Sie sich einmal die Bücher von John le Carré ansehen. Wie aktuelle dänische Thriller filmisch gekonnt umgesetzt werden, zeigt die Neuauflage von „Department Q“ auf Netflix von Jussi Adler-Olsen, hier im exklusiven Interview mit 24books.de.