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Russland-Biathlon: „Kolossale Lücke“
Durch den anhaltenden Ausschluss seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine hat die Biathlon-Nation Russland den Anschluss verloren, glaubt die zweimalige Olympiamedaillen-Gewinnerin Kristina Reszowa.
Kristina Reztsova findet Ausschluss von Russland wirkt sich negativ auf die Leistung aus
© IMAGO/SNA
Durch den anhaltenden Ausschluss seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine hat die Biathlon-Nation Russland den Anschluss verloren, glaubt die zweimalige Olympiamedaillen-Gewinnerin Kristina Reszowa.
Im Biathlon gehörte Russland einst zu den Hochburgen und stärksten Nationen des Sports – seit dem Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die Skijägerinnen und Skijäger jedoch konsequent von den Wettbewerben des Weltverbands IBU ausgeschlossen.
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Kristina Reszowa, 2022 bei Olympia in Peking zweimalige Medaillengewinnerin mit der russischen Staffel, hält die sportlichen Folgen des anhaltenden Banns für gravierend. Aus Sicht der 29-Jährigen hat ihr Land sportlich mindestens in Teilen den Anschluss verloren – in eklatantem Ausmaß.
Biathlon in Russland: „Eine kolossale Lücke“
„Es gibt große Unterschiede zwischen dem, was wir in Russland machen und dem, was sie in Europa machen“, erklärte Reszowa in einem Interview mit dem russischen Portal Metaratings.
Die Tochter der 2023 verstorbenen Biathlon- und Langlauf-Olympiasiegerin Anfisa Reszowa betrachtet vor allem eine messbare Entwicklung als frappierend – das Schießen: „In Sachen Geschwindigkeit und Genauigkeit sind wir zu 100 Prozent hinten dran. Vor allem, wenn man sich die Durchschnittsgeschwindigkeit in Russland anschaut. Diese Zahlen sind wirklich schrecklich.“ Im Vergleich zur Konkurrenz „schießen wir sehr langsam. Niemand im Weltcup schießt so“, fuhr sie fort.
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Reszowa habe jüngst ihre Schuss-Geschwindigkeit bei Olympia in Peking mit aktuellen Werten im Weltcup verglichen – und festgestellt, dass sich ein großes Gefälle aufgetan habe: „Und obwohl ich mich verbessert habe, haben sie sich noch viel mehr verbessert. Die meisten in Russland haben ihr Niveau gehalten und da gibt es eine kolossale Lücke. Wir verlieren 40 Sekunden bei vier Anschlägen.“ In der Loipe sei das nicht aufzuholen.
Wann Reszowa und Co. sich wieder mit der Weltelite messen dürfen, ist nicht abzusehen: Weil eine Ende des Kriegs nicht in Sicht ist, ist die Zukunft des russischen Biathlon ebenso ungewiss.