Jürgen Weissgerber aus Forst fotografiert schon seit Jahrzehnten. Er erzählt, wie das perfekte Bild gelingt – und warum das Fotografieren allein nicht reicht, um ein stimmungsvolles Bild zu kreieren. Passend zum Start der BNN-Sommerfoto-Aktion.
Man muss nicht weit reisen, um schöne Fotos zu schießen. Jürgen Weissgerber hat auf seinem Foto den Baggersee in Untergrombach in Szene gesetzt.
Foto: Jürgen Weissgerber
26. Jul 2025 | 10:03 Uhr
2 Minuten
In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien. Für viele startet dann die Urlaubs- und manchmal auch Reisezeit. Was mittlerweile auch fest zum Ferienbeginn gehört: der Start der Sommerfoto-Aktion der BNN. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Leser ihre schönsten Schnappschüsse vom Sommer an die Badischen Neuesten Nachrichten geschickt.
Nun sind die Leser wieder aufgerufen, ihre besten Bilder vom Sommer zu mailen. Die erste Sonderseite mit den schönsten Fotos und ungewöhnlichen Motiven soll in der Print-Zeitung bereits am Freitag, 8. August, erscheinen.
Die Fotos sollten mindestens eine Größe von 500 KB haben und mit vollständigem Namen, Wohnort sowie Telefonnummer für Rückfragen versehen sein. Bei Fotos, die fremde Menschen oder Kinder zeigen, ist aus Datenschutzgründen eine Erlaubnis der Person oder der Eltern erforderlich. Auch ein Hinweis, was auf dem Foto zu sehen ist, ist hilfreich.
Jürgen Weissgerber fotografiert schon seit Jahrzehnten und weiß, wie er stimmungsvolle Bilder kreiert.
Foto: Jürgen Weissgerber
Doch wie findet man eigentlich den besten Fotospot? Und was sollte man im Sommer beim Fotografieren beachten?
Jürgen Weissgerber, Rentner und Gründer des Lightray-Studios aus Forst, fotografiert schon seit 1985. „Den Foto habe ich draußen immer dabei“, erläutert er. Dadurch, dass er schon jahrzehntelang fotografiert, betrachtet er die Natur ganz anders. „Ich sehe den Bildaufbau immer schon, bevor ich durch die Linse schaue. Das muss man sich erarbeiten.“
Morgen- und Abendstunden zum Fotografieren geeignet
Für die Leser hat er dennoch ein paar Tipps, wie Bilder – vor allem im Sommer – besser gelingen. „In der Mittagszeit zu fotografieren, sollte man vermeiden.“ Zu diesem Zeitpunkt herrscht nämlich knallhartes, grelles Licht. Zudem gebe es kaum Schatten.
Viel besser geeignet sind hingegen die Morgen- und Abendstunden. „Morgens ab Sonnenaufgang bis etwa 10 Uhr vormittags. Und abends ab 17 Uhr bis zum Sonnenuntergang“, nennt Weissgerber als optimale Zeitspanne. Der Fotograf wird zu diesen Zeiten mit langen Schatten, vollkommen weichem Licht, den schönsten Farben und Stimmungen belohnt.
Natur sauber hinterlassen
Gerade bei Naturfotografien gelten noch ein paar andere Regeln. „Man sollte nicht über Felder und Wiesen stiefeln, die einem nicht gehören“, betont Weissgerber. Und keinesfalls Müll liegen lassen. „Es ist ganz wichtig, dass die Natur sauber bleibt.“
Und eine Sache liegt dem Fotografen auch am Herzen. „Das Foto soll im Idealfall so aussehen, wie man mit den Augen sieht.“ Deshalb sein Tipp: „Jeder, der das Fotografieren ernst nimmt und nicht nur knipst, um lediglich eine Erinnerung aufzunehmen, rate ich, im Raw-Format zu fotografieren.“ Raw ist ein Dateiformat, das die Rohdaten einer Aufnahme speichert, ohne sie zu komprimieren oder zu verändern.
Gerade das Bearbeiten der Bilder nach dem Fotografieren unterschätzen viele, weiß Weissgerber. „Aber es ist äußerst wichtig.“ Und im Raw-Format kann man auch nach dem Aufnehmen der Bilder noch jede Menge Einfluss nehmen.
Service
Leser können ihre Sommerfotos per E-Mail schicken an: redaktion.bruchsal.aktionen@bnn.de. Bitte dabei Kontaktdaten angeben. Die Redaktion behält sich die Auswahl vor.