Solingen. Wenn Sie jetzt pauschale Beamtenschelte erwarten, müssen wir Sie enttäuschen. Natürlich gibt es im Solinger Rathaus viele engagierte und hilfsbereite Menschen, die versuchen, die Stadt besser zu machen.

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Firmen geraten immer wieder an die Falschen

Allerdings gibt es häufig auch das Gegenteil. Immer wieder, so betonten bergische Unternehmer bei einer Pressekonferenz mehrfach, geraten sie an den oder die Falschen. An den Sachbearbeiter, der kein Komma vom Regelwerk abweicht. An die Sachbearbeiterin, die nur sucht, was nicht geht, statt einen Weg aufzuzeigen.

Das Phänomen tritt zu häufig auf, als dass man von Einzelfällen oder wenigen Ewiggestrigen sprechen könnte. Es betrifft Solingen ebenso wie Behörden in anderen Städten und auf anderen Ebenen.

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Einstellung ist nicht mehr zeitgemäß

Das falsche „Mindset“ gipfelt in einem Satz, der leider immer wieder auftaucht und über den sich die Unternehmer besonders ärgern: „Wir bitten, von Rückfragen abzusehen.“ Das offenbart eine Einstellung, die schlicht nicht mehr zeitgemäß ist.

Firmen sollten, genau wie Bürgerinnen und Bürger, keine Bittsteller, sondern Kunden der Stadt sein, die hilft und Probleme löst. Was zum Beispiel spricht dagegen, vom Sachbearbeiter grundsätzlich Durchwahl und E-Mail-Adresse zu haben? Und von Rückfragen eben nicht abzusehen?

Was viele als Bürger schon erlebt haben, potenziert sich für Unternehmen, vor allem bei größeren Genehmigungsverfahren. Es gibt viele sinnvolle Regeln, die zum Wohle aller aufgestellt wurden und eingehalten werden müssen. Aber es gibt, tauchen Probleme auf, eben auch immer Lösungen.

Danach müssen beide Seiten suchen, Firmen und Verwaltung. Mit bald drei neuen Oberbürgermeistern im Bergischen gibt es eine weitere Chance, die Haltung in den Rathäusern grundsätzlich zu ändern.

ST