Zuletzt hatte sich ihr Zustand nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber stabilisiert. Die Frau war aber noch nicht vernommen worden. Sie sollte sich erst weiter erholen. Die Staatsanwaltschaft ordnete nun an, die Verstorbene zu obduzieren. Dadurch soll die genaue Todesursache herausgefunden werden. Mit einem Ergebnis ist demnach Ende nächster Woche zu rechnen.

Landesfrauenrat spricht von Femizid und verweist auf Anstieg von Partnerschaftsgewalt

Nach Angaben des Landesfrauenrates handelt es sich um den dritten Femizid in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr. Die Vorsitzende Michelle Angeli forderte eine umfassende Aufklärung sowie entschlossenes Handeln von Justiz und Sicherheitsbehörden.

Der Fall verdeutliche die strukturellen Ursachen häuslicher Gewalt, die oft mit Machtmissbrauch, Kontrolle und Misogynie einhergehe – insbesondere, wenn Frauen versuchten, sich aus gefährlichen Beziehungen zu lösen. Gleichstellungsbeauftragte Katja Henze aus Weißenfels mahnte zu einer sensiblen Sprache in der Berichterstattung. Begriffe wie „Drama“ oder „Tragödie“ verharmlosten die Taten und das Leid der Opfer.

Polizei schließt Unfall aus

Nach der Tat kam das Opfer zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik für Brandverletzungen. Ein Rechtsmediziner hatte sich zuvor die Wunden der Frau angeschaut. Dabei wurde laut Polizei festgestellt, dass es sich nicht um einen Unfall handeln konnte.