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Stand: 17.08.2025 11:49 Uhr

Mehrere US-Medien berichten unter Berufung auf Insider, dass Kremlchef Putin von der Ukraine die Aufgabe der Donbass-Regionen Luhansk und Donezk gefordert hat. Das Weiße Haus spielt den Fund von Unterlagen zum Alaska-Gipfel in einem Hotel herunter.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

  • US-Medien berichten von russischer Donbass-Forderung
  • Weißes Haus spielt gefundene Alaska-Unterlagen herunter

11:49 Uhr


Laschet lobt Trump-Putin-Gipfel

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschuss im Bundestag, Armin Laschet (CDU), hat die Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska gelobt. „Gut ist, dass Dynamik in die Diplomatie gekommen ist“, sagte Laschet dem „Tagesspiegel“. Ihn störe die einseitige Skepsis und Kritik, die es von europäischer Seite an dem Treffen gebe. 

„In früheren Zeiten freuten wir uns eher, wenn sich der russische und der amerikanische Präsident verstanden. Das waren Signale für Entspannung“, sagte der CDU-Politiker. Es sei eine Fehleinschätzung, dass Putin durch das Treffen mit Trump auf der Weltbühne zurück sei. Russland habe in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Ländern stabile Beziehungen gepflegt. Putin oder dessen Außenminister Sergej Lawrow „waren überall präsent, nur nicht in Europa“.

Laschet kritisierte stattdessen die europäische Ukraine-Politik. „Europa hat in den vergangenen Jahren viel Rhetorik aufgewendet, aber wenig Substanz“, betonte Laschet. Es sei das eigene Verschulden der Europäer, dass sie nicht am Verhandlungstisch sitzen würden. 

11:26 Uhr


Russland: 3000 ukrainische Drohnen zerstört

Russland hat nach eigenen Angaben 300 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau weiter berichtet, ist zudem ein Lager für ukrainische Sapsan-Raketen getroffen worden.

09:55 Uhr


Wadephul: Friedensschluss braucht „klare Sicherheitsgarantien“ für Ukraine

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat klare Bedingungen für einen Frieden in der Ukraine formuliert. „Für uns ist klar: Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden“, sagte er der Bild-Zeitung . Zudem brauche ein Friedensschluss „klare Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine. „Wir Europäer sind dazu bereit – zusammen mit den USA“, betonte Wadephul. Einen Frieden um jeden Preis werde es nicht geben.

„Es muss allen klar sein. Solange in Europa Putins Bomben fallen, werden wir weiter Druck auf Russland machen“, sagte der Minister weiter. „Solange Putins Russland Europas Frieden bedroht, müssen wir viel mehr für unsere Sicherheit tun und weitere Aggression abschrecken.“

08:33 Uhr


Europäer sprechen weiteres Vorgehen ab

Nach dem Ukraine-Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs politisch einseitige Entscheidungen zulasten Kiews verhindern. Heute soll eine Videoschalte der „Koalition der Willigen“ stattfinden, hieß es aus dem Élysée-Palast in Paris. Damit sind die Verbündeten der Ukraine gemeint, die zur Unterstützung einer friedenssichernden Mission bereit wären.

Unterdessen will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Washington reisen, um dort am Montag mit Trump zu sprechen.

04:42 Uhr


US-Medien berichten von russischer Donbass-Forderung

Weitere US-Medien berichten, dass Präsident Wladimir Putin verlangt haben soll, den kompletten Donbass im Osten der Ukraine Russland zuzuschlagen. Trump habe diese Forderung an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weitergereicht, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg, die Zeitung New York Times und die Nachrichtenseite Axios jeweils unter Berufung auf informierte Kreise. Gegenwärtig kontrolliert Moskau nur Teile des Donbass. 

04:39 Uhr


Selenskyj: Russlands Verweigerung einer Waffenruhe „erschwert die Situation“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die russische Verweigerung einer Waffenruhe kritisiert. „Wir sehen, dass Russland zahlreiche Rufe nach einer Waffenruhe zurückweist und noch nicht entschieden hat, wann es mit dem Töten aufhört“, schrieb Selenskyj in der Nacht auf Sonntag auf Online-Plattformen. „Das erschwert die Situation.“ Wenn Russland nicht den Willen habe, die Angriffe einzustellen, dann dürften „große Anstrengungen“ nötig sein, um Russland zu etwas noch „viel Größerem“ zu bewegen – zu einem „friedlichen Zusammenleben mit seinen Nachbarn über Jahrzehnte hinaus“, erklärte Selenskyj weiter.

04:36 Uhr


Russland meldet Verletzten bei Drohnenangriff auf Woronesch

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch ist nach Angaben des Gouverneurs ein Eisenbahnmitarbeiter verletzt und eine Stromleitung beschädigt worden. „Ersten Informationen zufolge wurde in einer der Gemeinden ein Gleisarbeiter verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert“, sagte Gouverneur Alexander Gussew. Durch den Angriff komme es demnach zu Zugverspätungen.

04:35 Uhr


Lawrow telefoniert mit Amtskollegen in der Türkei und Ungarn

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit seinen Kollegen aus der Türkei und Ungarn telefoniert. „Die Außenminister tauschten sich über die Ergebnisse des hochrangigen russisch-amerikanischen Treffens in Alaska vom 15. August aus“, teilte das Ministerium in Moskau mit. Bei dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin wurde keine Einigung über ein Ende des Ukraine-Krieges erzielt

04:33 Uhr


Medienberichte zu russischen Forderungen

Die britische Financial Times hat berichtet, dass der russische Präsident Wladimir Putin die Ukraine aufgefordert haben soll, die Regionen Donezk und Luhansk vollständig aufzugeben – auch die Teile, die nicht von russischen Truppen besetzt werden. Die Zeitung bezieht sich dabei auf vier Personen, die über das Trump-Putin-Gespräch informiert sind. Der russische Präsident habe vorgeschlagen, die aktuelle Frontlinie in den südlichen Regionen Cherson und Saporischschja „einzufrieren“ – also dort nicht weiter zu kämpfen und keine neuen Angriffe zu starten. Die russische Armee besetzt dort weite Landstriche.

Die Nachrichtenagentur Reuters sprach ebenfalls mit einem Insider. Den Informationen zufolge, lehnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Forderungen Putins ab. Russland kontrolliert bereits ein Fünftel der Ukraine, darunter etwa drei Viertel der Provinz Donezk, in die es 2014 erstmals einmarschierte.

04:32 Uhr


Weißes Haus spielt gefundene Alaska-Unterlagen herunter

Eine Regierungssprecherin hat gegenüber dem US-Sender ABC News die in einem Hotel-Drucker gefundenen Unterlagen zum Alaska-Gipfel, die NPR veröffentlicht hatte, heruntergespielt. „Es ist lächerlich, dass NPR ein mehrseitiges Mittagsmenü veröffentlicht und es als ‚Sicherheitslücke‘ bezeichnet.“ Sie bestritt nicht, dass Dokumente gefunden worden seien. 

Sicherheitsexperten sehen den Vorgang kritisch. „Mir kommt das wie ein weiterer Beweis für die Schludrigkeit und Inkompetenz dieser Regierung vor“, sagte Juraprofessor Jon Michaels von der Universität UCLA in Los Angeles dem Sender. „Man lässt einfach nichts im Drucker liegen. Es ist ganz einfach.“

04:29 Uhr


Melania gab Trump Friedensbrief für Putin mit

First Lady Melania Trump hat ihrem Mann zu seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Alaska einen Brief mit einer Mahnung zu Frieden und zum Schutz der Kinder mitgegeben. Melania Trump postete einen Bericht des US-Senders Fox News mit dem vollständigen Brief auf ihrem X-Account. Zwar erwähnte sie in dem Brief, den Trump Putin übergeben haben soll, mit keinem Wort die Ukraine. Sie beschrieb aber in bildhaften Worten die tragische Lage von Kindern in Kriegsgebieten und appellierte an die Verantwortung des russischen Präsidenten, die Unschuld dieser Kinder zu schützen. Das hätten sie unabhängig von ihrem Wohnort, ihrer Regierung und Ideologie verdient. 

04:28 Uhr


Der Liveblog vom Samstag

In einem Hotel-Drucker in Anchorage sind Unterlagen für die US-amerikanischen Teilnehmer des Treffens zwischen Trump und Putin gefunden worden. Russlands Medien feiern den Auftritt des Kremlchefs als Erfolg, berichtet ARD-Korrespondentin Diettrich.