Durch Sturm und Nässe sind am Samstag die Fans der Dresdner Band 01099 ins Ostragehege gepilgert. Die reduzierten Konzerte in der Rinne sehen viele kritisch.
Der Baum kam gerade recht. Bis zum nächsten nur wenige Meter weiter hätte es das Trio nicht geschafft. Mitten auf der Allee zur Flutrinne im Ostragehege hat ein wilder Wind mit Regenguss die jungen Frauen überrascht. Nun stehen sie an den Stamm gelehnt und schauen in ihre Handys. Die Wetter-Apps sagen genau das voraus, was die Fans der Dresdner Band 01099 an diesem Abend erwartet: Mehr April als August.
Lilly, Jasmin und Dana kann das von ihrer guten Laune nicht abbringen. Sie kennen die vier Musiker schon seit mehr als vier Jahren, haben sie das erste Mal live beim Campus-Konzert der TU Dresden erlebt. Am Ende jenes Abends hatten Gustav, Zachi, Paul und Daniel drei neue Fans.
Vom Königsufer in die Rinne
„Eigentlich fühlen wir uns ja ein bisschen zu alt und heben den Altersdurchschnitt der Fangemeinde“, sagt Lilly. Sie und ihre beiden Freundinnen sind 28 Jahre alt, die Jungs von 01099 alle Mitte 20. „Wir finden ihre Musik und die Texte trotzdem toll“, so Dana. Mit leuchtenden Augen sprechen die drei vom Konzert im vergangenen Sommer am Königsufer: „Die Band, die Elbe, die herrliche Stadtkulisse, das alles habe ich sofort vor Augen, wenn ich daran zurückdenke“, schwärmt Lilly.