Der deutsche Handball-Meister Füchse Berlin hat seinen ersten Titel der neuen Saison in der Tasche. Die Hauptstädter holten sich beim 34:33 (19:14) nach Siebenmeterwerfen am Samstagabend (23.08.2025) den Supercup gegen Pokalsieger THW Kiel.
Kiel konnte die Partie anfangs ausgeglichen gestalten und hielt bis zum 10:10 in der 14. Minute gut mit. Dann drehte Berlin auf und zog unaufhaltsam davon. Kiel erzielte zwischen Minute 14 und Minute 26 nur einen einzigen Treffer. Berlin machte dafür viel richtig und ging mit einer 19:14-Führung in die Pause.
Berlin drückend überlegen
Berlin profitierte im ersten Spielabschnitt obendrein davon, dass Keeper Dejan Milosavljev gleich reihenweise Kiels Versuche von der Siebenmeterlinie zunichte machte. Dreimal in Folge scheiterte der Rekord-Supercupsieger am Serben.
Völlig verändertes Bild nach der Pause
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam ein völlig verändertes Team aus Schleswig-Holstein der Kabine. Trainer Filip Jicha und sein Stab schienen die richtigen Worte und Maßnahmen gefunden zu haben: Kiel warf vier Tore in Folge, Berlin rieb sich die Augen, als plötzlich der Spielstand 23:23 auf dem Anzeigewürfel stand.
Und auch in diesem Spielabschnitt war ein Keeper Grund für die Spielentwicklung: Andreas Wolff lief im Kieler Tor zur Höchstform auf, gleich mehrfach setzten die Füchse zudem ihre Würfe an den Pfosten.
Herburger entgeht Disqualifikation
Fünf Minuten vor dem Spielende ging Kiels Eric Johansson bei einem Angriff zu Boden – und die Schiedsrichter mussten den Videobeweis bemühen: Hatte Lukas Herburger den Schweden im Gesicht getroffen? Nach intensivem Studium der Videoaufzeichnung sahen die Unparteiischen von einer Strafe ab.
In der Schlussphase konnte sich keins der Teams absetzen: 38 Sekunden vor Spielende stand es 31:31. Und elf Sekunden vor der Schlusssirene waren die Schiedsrichter erneut am Videopult: Kiels Lukas Laube musste für zwei Minuten von der Platte. Doch der entscheidende Treffer fiel nicht mehr.
Lasse Ludwig hält den Sieg fest
Im Siebenmeterwerfen erwischten die Füchse das bessere Ende: Welthandballer Mathias Gidsel scheiterte zwar an Wolff. Aber auch Milosavljev zeigte eine Weltklasseleistung. Berlins Torhüter Lasse Ludwig parierte dann am Ende den entscheidenden Siebenmeter. Es ist der zweite Supercup-Titel für die Berliner in ihrer Vereinsgeschichte.