Die ukrainische Sturmbrigade Liut hat Archivaufnahmen veröffentlicht, die die Zerstörung eines Gebäudes im Kampfgebiet der Stadt Toretsk in der Region Donezk zeigen. Nach Angaben der Einheit der Nationalpolizei sprengten Pioniere der Brigade Ende 2024 ein ehemaliges Schwimmbad, um eine strategische Gefahr zu beseitigen. Es habe die Möglichkeit bestanden, dass das Gebäude unter russische Kontrolle gerate und als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde. Von dort hätten russische Truppen fast bis an die ukrainischen Stellungen vorrücken können, heißt es weiter.

+++ 21:35 Trump droht Putin mit Sanktionen +++
US-Präsident Donald Trump droht Russland mit Wirtschaftssanktionen, sollte Präsident Wladimir Putin einem Waffenstillstand nicht zustimmen. „Wir wollen ein Ende“, erklärt Trump. Er verweist auf wirtschaftliche Sanktionen. „Ich spreche über Wirtschaft, denn wir werden keinen Weltkrieg beginnen.“

+++ 21:04 Fast 150 Bergleute in Region Donezk gerettet +++
Nach russischen Angriffen in der Region Donezk sind laut ukrainischen Angaben 146 eingeschlossene Bergleute gerettet worden. Dem Energieunternehmen DTEK zufolge kam ein Arbeiter ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Der Angriff ereignete sich in der Gemeinde Dobropillia. (Siehe Eintrag von 13:28 Uhr)

+++ 20:15 Litauens Parlament wählt Ukraine-Unterstützerin zur Ministerpräsidentin +++
In Litauen hat das Parlament in Vilnius die bisherige Sozial- und Arbeitsministerin Inga Ruginiene zur neuen Ministerpräsidentin des baltischen EU- und Nato-Landes gewählt. Für die 44 Jahre alte Sozialdemokratin votierten 78 Abgeordnete bei 35 Gegenstimmen und 14 Enthaltungen. Formal muss sie nun noch durch Staatspräsident Gitanas Nauseda ernannt werden und sich danach mit ihrem Kabinett und Regierungsprogramm einem weiteren Votum im Parlament stellen. Ruginiene sagt, sie werde Litauens Unterstützung für die Ukraine fortsetzen. Sie will auch an dem Vorhaben ihres Vorgängers festhalten, in den kommenden Jahren zwischen fünf und sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. In Litauen wird künftig auch eine gepanzerte Brigade der Bundeswehr fest stationiert sein.

+++ 19:31 Selenskyj: Gespräch mit Putin auch in Golfstaaten denkbar +++
Ein Gespräch mit Russlands Staatschef Putin könnte nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Selenskyj auch in den Golfstaaten stattfinden. Selenskyj nennt in seiner abendlichen Videoansprache zudem die Türkei und europäische Länder, in denen ein Gipfel möglich wäre. Mit allen diesen Staaten seien in dieser Woche Gespräche geplant. „Auf unserer Seite wird alles bestmöglich vorbereitet, um den Krieg beenden zu können.“

+++ 18:45 Ukraine erlaubt jungen Männern die Ausreise +++
Erstmals seit Beginn des Krieges erlaubt die Regierung in Kiew Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren die Grenzen ohne Einschränkungen zu überqueren. Das teilt Premierministerin Yuliia Svyrydenko auf Telegram mit. Die Entscheidung betrifft auch Männer, die sich derzeit im Ausland aufhalten. Ab wann genau die neue Regelung in Kraft tritt, ist unklar. „Alle Einzelheiten wurden mit dem Militärkommando vereinbart und die entsprechenden Mechanismen werden voraussichtlich in naher Zukunft in Gang gesetzt“, teilt Präsident Selenskyj mit.

+++ 17:59 Bericht: USA zu Sicherheitshilfen für Nachkriegs-Ukraine bereit +++
Die USA sind einem Bericht der „Financial Times“ zufolge bereit, sich an Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Kriegsende zu beteiligen. Dazu gehöre, Geheimdienstinformationen bereitzustellen, das Gefechtsfeld zu überwachen sowie sich an einem von Europa geführten Luftabwehrschirm zu beteiligen, berichtet die Zeitung.

+++ 17:36 Selenskyj drängt bei Sicherheitsgarantien zur Eile +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert eine schnellere Ausarbeitung möglicher Sicherheitsgarantien für sein Land. Die Arbeit müsse maximal intensiviert werden, um Klarheit und Transparenz zu schaffen, sagt er nach einem Treffen mit dem britischen Generalstabschef Tony Radakin in Kiew.

+++ 17:00 Deepstate: Russland kommt im Osten weiter voran +++
Die russischen Truppen rücken entgegen der jüngsten ukrainischen Darstellung im Osten des Landes weiter vor. Nach Erkenntnissen der ukrainischen Open-Source-Plattform Deepstate nehmen die Russen zwei Dörfer in der südöstlichen Region Dnipropetrowsk ein. Die Region gehört nicht zu den fünf, die Russland bereits für sich beansprucht. Das ukrainische Militär weist eine vollständige Einnahme der Orte Saporiske und Nowoheorhijiwka zurück. Russische Truppen seien in die Orte eingedrungen und versuchen, sich dort festzusetzen, sagt ein Militärsprecher. Die eigenen Truppen kämpfen darum, ihre Stellungen zu halten.

+++ 16:21 Bericht: Indien kürzt nach US-Druck russische Ölimporte +++
Angesichts des zunehmenden Drucks aus Washington bereiten sich indische Raffinerien einem Bericht zufolge darauf vor, den Import russischen Rohöls in den kommenden Wochen leicht zurückzufahren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Demnach ist geplant, die täglichen Ölkäufe von 1,8 Millionen Barrel auf 1,4 bis 1,6 Millionen Barrel zu reduzieren. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat Indien seine Ölimporte aus Russland drastisch erhöht.

+++ 15:36 Rheinmetall will in Bulgarien Munitionsfabrik errichten +++
Rheinmetall will in Bulgarien eine Munitionsfabrik bauen. „Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns Bulgarien entgegenbringt, und werden dem Land ein ebenso verlässlicher wie leistungsfähiger Partner sein“, so das Unternehmen. „Näheres werden wir nach Unterzeichnung der Verträge mitteilen.“ Boyko Borissow, der Chef der bulgarischen Regierungspartei GERB, hatte zuvor bei Facebook erklärt, er habe sich mit Rheinmetall-Chef Armin Papperger in Düsseldorf getroffen, um die Pläne zu erörtern. In Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall solle unter anderem Munition des Kalibers 155 Millimeter nach NATO-Vorgaben gefertigt werden. Das Investitionsvolumen liege bei rund einer Milliarde Euro.

+++ 14:55 Merz und De Wever möchten russisches Staatsvermögen nicht antasten +++
Deutschland und Belgien sehen einen Zugriff auf das in der EU eingefrorene russische Zentralbank-Vermögen skeptisch. Das machen Bundeskanzler Merz und der belgische Premierminister De Wever nach einem Treffen in Berlin deutlich. „Das ist rechtlich nicht so einfach“, sagt De Wever. Merz warnt darüber hinaus vor negativen Auswirkungen auf den Kapitalmarkt. Andere Länder könnten dann ihre Staatsgelder ebenfalls zurückziehen. In der EU sind nach Kommissionsangaben rund 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank eingefroren. Die Zinserträge werden mittlerweile dazu genutzt, Waffen und Munition für die Ukraine zu finanzieren.

+++ 14:28 Ukrainische Drohne in Estland abgestürzt +++
Eine fehlgeleitete Kampfdrohne der Ukraine ist nach Behördenangaben in Estland abgestürzt und hat einen Explosionskrater in einem Feld hinterlassen. Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson teilt in Tallinn mit, der Vorfall habe sich mutmaßlich bereits am Sonntagmorgen ereignet. „Es war eine ukrainische Drohne, die russische Ziele angriff. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es eine russische Drohne war“, sagt Palloson dem estnischen Rundfunk ERR zufolge. Vermutlich sei das Fluggerät durch russische elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden. Die Ukraine hatte in der Nacht auf Sonntag ein russisches Öl- und Gasterminal im Ostseehafen Ust-Luga unweit der estnischen Grenze angriffen.

+++ 13:57 Mit Hilfe von Berlinern: Prothesenzentrum in Kiew eröffnet +++
In Kiew ist ein Prothesenzentrum eröffnet worden. Verwundete Soldaten und Zivilisten, denen Beine oder Arme amputiert wurden, sollen hier mit Prothesen versorgt werden. Das Zentrum wurde mit Unterstützung aus der Partnerstadt Berlin aufgebaut. Die Erstausstattung inklusive nötiger Gerätschaften und Maschinen wurde nach Angaben des Berliner Senats über Spenden finanziert, die in Berlin gesammelt wurden. Zudem schulten Berliner Orthopädiemeisterbetriebe sechs Trainees aus Kiew ein Jahr lang in ihren Werkstätten. In diesem Zeitraum kamen 40 schwer verwundete ukrainische Soldaten nach Berlin, für die 42 maßangefertigte Prothesen hergestellt wurden. Fachleute halfen den Soldaten, mit ihren neuen künstlichen Gliedmaßen umzugehen.

+++ 13:28 Gewerkschaftsbund: Bergleute sitzen unter Tage fest +++
Nach russischen Angriffen in der Region Donezk sind laut ukrainischen Angaben 148 Bergleute unter Tage eingeschlossen. Durch den russischen Beschuss seien die Bergwerke der Gemeinde Dobropillia ohne Strom, erklärt Mykhailo Volynets, ukrainischer Abgeordneter und Vorsitzender des Bundes der freien Gewerkschaften der Ukraine auf Facebook.

+++ 12:43 Ukrainische Drohnenangriffe stören zunehmend russischen Ölsektor +++
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf Ölraffinerien und Exportinfrastrukturen stören die Verarbeitung und den Export des russischen Öls. Die Angriffe auf zehn Anlagen haben laut eigenen Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters mindestens 17 Prozent der Raffineriekapazitäten Russlands oder 1,1 Millionen Barrel pro Tag lahmgelegt. Die Ukraine hatte die Drohnenangriffe auf Ziele im Ölsektor zuletzt verstärkt.

+++ 12:08 Insider: USA und Russland loten mögliche Energie-Deals aus +++
Die USA und Russland haben Insidern zufolge am Rande von Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges über mögliche Energiegeschäfte gesprochen. Diese seien als Anreiz für Russland gedacht, einem Frieden zuzustimmen, sagen mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug könnten die USA Sanktionen gegen Russland lockern. Nach Aussage der Insider erörterten die Beamten die Möglichkeit eines Wiedereinstiegs des US-Energieriesen Exxon Mobil in das russische Öl- und Gasprojekt Sachalin-1. Zudem sei es um den möglichen Kauf von US-Ausrüstung für russische Flüssiggas-Projekte wie das mit westlichen Sanktionen belegte Arctic LNG 2 gegangen. Eine weitere Idee sei der Kauf von nuklear angetriebenen Eisbrecherschiffen aus Russland durch die USA gewesen. Die Gespräche hätten während der Reise des US-Gesandten Steve Witkoff nach Moskau in diesem Monat stattgefunden, wo er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Investmentbeauftragten Kirill Dmitrijew getroffen habe. Sie seien auch im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump erörtert worden.

+++ 11:37 Merz wirft Putin Verzögerungstaktik vor +++
Kanzler Merz wirft Kremlchef Putin im Hinblick auf die Friedensbemühungen eine Verzögerungstaktik vor. Putin halte es für richtig, ein Treffen zwischen ihm und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj an Vorbedingungen zu knüpfen, die aus Sicht der Ukraine und ihrer Partner „völlig inakzeptabel“ sind, sagt Merz. „Insofern scheint es hier erneut eine Verzögerungsstrategie auf der russischen Seite zu geben“, fügt der Kanzler hinzu. US-Präsident Trump und Putin hätten das Treffen zwischen dem Kremlchef und dem ukrainischen Präsidenten bei dem Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und den europäischen Staats- und Regierungschefs in Washington in der vergangenen Woche telefonisch vereinbart. Gemeinsam sei die Erwartung geäußert worden, dass dieses Treffen „innerhalb von zwei Wochen“ stattfinde, sagt Merz. Sollte es nicht dazu kommen, wäre das von Trump angebotene trilaterale Gespräch zwischen ihm, Putin und Selenskyj „der nächste logische Schritt“. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:02 ISW zu Festnahmen: Russische Beamte sollen wohl als Sündenbock dienen +++
Der festgenommene Vize-Gouverneur der russischen Region Kursk solle als Sündenbock dienen, glauben Analysten der Washingtoner Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW). Wladimir Basarow wird vorgeworfen, Gelder veruntreut zu haben, die für den Bau von Verteidigungsanlagen in der Oblast Belgorod vorgesehen waren, wo er früher ebenfalls Vize-Gouverneur war. Zuvor waren bereits mehrere regionale Verantwortliche beider Grenzregionen wegen Veruntreuungsvorwürfen festgenommen worden – darunter der ehemalige Gouverneur von Kursk, Alexej Smirnow. Das ISW geht dabei von einer konzertierten Aktion des Kremls aus, um Beamte aus den Grenzregionen als Sündenböcke für das Versagen Russlands bei der Abwehr des ukrainischen Einmarsches in Kursk im August 2024 zu benutzen. Dies betreffe wohl auch das Eindringen ukrainischer Truppen in die Oblast Belgorod in den Jahren 2023 und 2024.

+++ 10:17 Russische Flughäfen wegen Drohnengefahr geschlossen – auch tief im Hinterland +++
Wegen ukrainischer Kampfdrohnen am Himmel haben mehrere russische Flughäfen in der Nacht den Betrieb einschränken müssen. Betroffen war unter anderem der Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilt. Im Umland der Stadt seien zehn Drohnen abgefangen worden, schreibt Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram. Schäden oder Verletzte gebe es nicht. Am Sonntag hatten ukrainische Drohnen eine Raffinerie in der Hafenstadt Ust-Luga bei St. Petersburg in Brand gesetzt. Auch die Flughäfen von Pskow, Nischni Nowgorod, Kasan, Wolgograd und Nischnekamsk mussten nach Angaben der Luftfahrtbehörde wegen Drohnengefahr zeitweise den Betrieb einstellen. Dabei liegt Nischnekamsk etwa 1.250 Kilometer tief im russischen Hinterland.

+++ 10:02 „Keine Hintertür“: Juso-Chef lehnt Unions-Forderungen nach Wehrpflicht ab +++
Der Bundesvorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, weist Forderungen aus der Union zurück, das Wehrdienstgesetz so umzuschreiben, dass eine Wehrpflicht automatisch kommt, falls die Bundeswehr zu wenige Freiwillige gewinnen sollte. „Wir sind gegen Pflichtelemente, wir sind auch gegen aktivierbare Möglichkeiten im Gesetz, die Pflicht dann eben doch wieder einzuführen“, sagt Türmer im ntv „Frühstart“. Die Koalition dürfe keine Hintertür ins Gesetz einbauen. Um Russland von einem Angriff auf Nato-Gebiet abzuschrecken, benötige man hochqualifizierte Zeit- und Berufssoldaten, die sich freiwillig verpflichteten, so Türmer. „Das erreicht man eben nicht mit einer Pflicht, sondern mit attraktiveren Bedingungen.“ Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:28 „Kreml bestätigt Telefonat mit Trump nicht direkt“ +++
Erst spricht US-Vizepräsident JD Vance von „russischen Zugeständnissen“, jetzt gibt US-Präsident Donald Trump an, erneut mit Russlands Machthaber Wladimir Putin telefoniert zu haben. Der Kreml hält sich erneut bedeckt, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz ausführt.

+++ 09:18 Ukraine meldet Drohnenabschüsse, aber auch Einschläge +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben letzte Nacht 47 russische Drohnen abgewehrt. 12 weitere Drohnen konnten demnach nicht abgefangen werden und schlugen an neun Orten ein.

+++ 08:54 Cherson warnt Autofahrer vor gezielten Drohnenangriffen auf Autobahn +++
Im Süden der Ukraine werden die Menschen vor russischen Drohnenangriffen auf Fahrzeuge auf der Autobahn zwischen Mykolajiw und Cherson gewarnt. Seit gestern Abend sei dort eine erhöhte Drohnen-Aktivität beobachtet worden, teilt die Verwaltung von Cherson auf Telegram mit. Diese wirft Russland vor, gezielt zivile Fahrzeuge anzugreifen. Demnach wurden am Morgen zwei Menschen verletzt, nachdem es einen Drohnenangriff auf ihr Auto gab.

+++ 08:27 Wadephul: „Es liegt an Putin“ +++
„Es liegt an Putin, der Welt zu beweisen, dass er endlich bereit ist, seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden“, sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul am Tag nach einem Telefonat mit seinen Amtskollegen aus mehreren europäischen Ländern, darunter die Ukraine, sowie dem Außenminister der USA und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Auf der Plattform X schreibt Wadephul: „Wir sind uns einig: Die Ukraine benötigt Sicherheitsgarantien. Der Druck auf Russland muss erhöht werden.“

+++ 08:04 Roboter sollen gefährliche Einsätze an Charkiw-Front übernehmen +++
Um verwundete Soldaten zu retten, werden in der Ukraine auch Roboter eingesetzt. Solche Evakuierungsroboter wurden an zehn ukrainische Kampfeinheiten in der Region Charkiw übergeben, wie die Militärverwaltung von Charkiw mitteilt. Durch die ferngesteuerten Bodenrobotersysteme müssten weniger Soldaten ihr Leben riskieren, um ihren Kameraden zu helfen.

+++ 07:44 Russland: 43 ukrainische Drohnen abgefangen +++
Die russische Flugabwehr hat nach Angaben der Regierung in Moskau in der Nacht zu Dienstag 43 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Russland nennt nur Zahlen zu Drohnen-Abschüssen, aber nicht dazu, wie viele Drohnen die Ukraine gegen Ziele in Russland insgesamt eingesetzt hat. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht.

+++ 07:07 Trump: Mit Putin über nukleare Abrüstung gesprochen +++
US-Präsident Donald Trump sagt, er habe mit Kremlchef Wladimir Putin über nukleare Abrüstung gesprochen. Die sei ein wichtiges Ziel mit Blick auf Russland und China, erklärt er laut CNN am Montag vor Reportern: „Aber Russland ist dazu bereit, und ich denke, China wird dazu bereit sein. Wir können nicht zulassen, dass sich Atomwaffen weiter verbreiten. Wir müssen Atomwaffen stoppen.“ Anfang des Monats hatte Trump nach eigenen Angaben zwei Atom-U-Boote dichter an Russland beordert. Dem vorausgegangen waren ein öffentlich ausgetragener Streit und Drohungen seitens des früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew.

+++ 06:22 Häfen besetzter Städte für ausländische Schiffe geöffnet – Ukraine fordert Sanktionen +++
Nach ukrainischen Angaben hat Russland mehrere Häfen in besetzten Gebieten der Ukraine für ausländische Schiffe geöffnet. Die Seehäfen der Städte Berdjansk und Mariupol seien am Freitag von Russland in eine entsprechende Liste aufgenommen worden, teilt das ukrainische Außenministerium mit. Der Schritt sei ein weiterer Versuch Russlands, die Besetzung von ukrainischem Gebiet zu legitimieren und die Kontrolle darüber zu festigen, erklärt das Ministerium.

+++ 04:47 Russland bereitet Austritt aus Konvention zur Folter-Prävention vor +++
Der russische Ministerpräsident Michail Mischustin regt den Austritt Russlands aus der Europäischen Konvention zur Prävention von Folter an. Wie der Kyiv Independent berichtet, unterzeichnete er eine Resolution, die Präsident Wladimir Putin einen Austritt nahelegt. Obwohl Russland weiterhin Unterzeichner der Konvention ist, werden seit dem Angriff auf die Ukraine regelmäßig russische Kriegsverbrechen und die Folter ukrainischer Zivilisten und Soldaten dokumentiert.

+++ 01:11 US-Außenminister Rubio erörtert mit europäischen Amtskollegen Bedingungen für Kriegsende +++
US-Außenminister Marco Rubio hat mit seinen europäischen Amtskollegen gesprochen und diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine erörtert. Wie das amerikanische Außenministerium mitteilt, sprach Rubio unter anderem mit dem britischen Außenminister David Lammy, dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha, der finnischen Außenministerin Elina Valtonen und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.

+++ 22:08 Trump dämpft Erwartungen an mögliches Putin-Selenskyj-Treffen +++
US-Präsident Donald Trump hat sich zurückhaltender zu einem möglichen Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geäußert. „Ich weiß nicht, ob sie sich treffen werden. Vielleicht werden sie es tun. Vielleicht auch nicht“, sagte der Republikaner in Washington auf Nachfrage von Journalisten. In der vergangenen Woche hatte seine Sprecherin Karoline Leavitt noch auf wiederholtes Nachhaken von Journalisten erklärt, Putin habe einem direkten Treffen mit Selenskyj in den kommenden Wochen zugestimmt. Trump verwies nun auf die Spannungen zwischen den beiden Präsidenten. „Zwischen den beiden Männern herrscht eine enorme persönliche Abneigung“, sagte er. Ob es tatsächlich zu einer Begegnung komme, liege an Putin und Selenskyj. Er halte es jedoch für angemessen, dass die beiden zunächst miteinander sprächen – „meiner Meinung nach bevor ich ein Treffen habe und wahrscheinlich den Deal abschließe“.

+++ 21:23 Selenskyj spricht mit US-Gesandtem Kellogg über Russland-Sanktionen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit dem US-Gesandten Keith Kellogg über mögliche Sanktionen gegen Russland gesprochen. Bei einem Treffen in Kiew sei es um Wege gegangen, Moskau zu „echten Verhandlungen zu zwingen und den Krieg zu beenden“, teilte Selenskyj in einer Online-Erklärung mit. „Sanktionen, Zölle – alles muss auf dem Tisch bleiben“, forderte er. Selenskyj erklärte, er habe mit Kellogg auch über Sicherheitsgarantien für den Fall eines Friedensabkommens mit Russland gesprochen. Er gehe davon aus, dass die wichtigsten Aspekte solcher Sicherheitsgarantien „bald“ ausgehandelt sein werden. Die Debatte um die Sicherheitsgarantien blieb nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump, Selenskyj sowie europäischen Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche allerdings vage.

+++ 20:43 Bericht: Ex-Armeechef und Botschafter Saluschnyj ließ JD Vance auflaufen +++
Der ukrainische Botschafter in Großbritannien und ehemalige Oberbefehlshaber der Streitkräfte seines Landes, Walerij Saluschnyj, hat einem Bericht zufolge einen Anruf von US-Vizepräsident JD Vance abgelehnt – und zwar nach dessen feindseligen Wortgefecht im Oval Office mit Präsident Wolodymyr Selenskyj im Februar. Dies berichtet der „Guardian“ unter Berufung auf anonyme Quellen. Demnach soll Vances Team „über verschiedene diplomatische und andere Kanäle“ versucht haben, Saluschnyj zu kontaktieren, um eine mögliche Nachfolge für Selenskyj auszuloten. Wie das britische Medium berichtet, hat Saluschnyj es jedoch nach Rücksprache mit dem Leiter von Selenskyjs Präsidialbüro, Andrij Jermak, abgelehnt, den Anruf anzunehmen. Eine Quelle aus dem Umfeld von Saluschnyj erklärte gegenüber dem „Guardian“, seine Weigerung sei eine „prinzipielle Haltung“ und ein Zeichen der Einheit gewesen und spiegele das Gefühl der Ukraine wider, „gedemütigt“ worden zu sein.

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