Vom Diebstahl bis zum Nachbarschaftsstreit

Solche Aufklärungsarbeit gehört zum Alltag der Bürgerpolizisten. Sie seien so etwas wie das Bindeglied zwischen der Polizei und den Bürgern, der Kommune, den Vereinen oder Firmen, sagt Christopher Lindner. In den Sprechstunden erlebe er die ganze Bandbreite an Problemen: von der Körperverletzung über Nachbarschaftsstreitigkeiten bis zum Diebstahl. Manchmal gehe es aber auch einfach nur um ein offenes Ohr, zum Beispiel wenn ältere Leute mit ihren Sorgen und Ängsten vorbeikommen.

Bei richtigen Streitigkeiten versuche er zu vermitteln und zu schlichten, sagt Bürgerpolizist Lindner. Vor allem, wenn es um Nachbarschaftsstreits ginge – wie die zu große Hecke oder Überwachungskameras am Haus. Da versuche man, eine gütliche Einigung zu finden. „Meistens gelingt uns das ganz gut.“

Manchmal bleibt der Streifenwagen stehen

Seine Kollegin Annkathrin Scheithauer, die die Arbeit der zehn Bürgerpolizistinnen und -polizisten in und um Hoyerswerda koordiniert, ergänzt, dass sie oft auch zu Fuß oder mit dem Rad in ihrem Bereich unterwegs seien. „Wir spüren, dass wir dann mehr angesprochen werden, als wenn wir mit dem Auto unterwegs sind.“ Man sei da einfach näher dran.

So wie auch mit dem Infomobil. Das Ehepaar Noack hat sich inzwischen eine Broschüre zum Telefonbetrug mitgenommen. Den hätten sie auch schon erlebt, erzählen sie noch. Darauf seien sie aber nicht hereingefallen. Die Broschüre stecken sie trotzdem ein. Vorsichtshalber. Dann geht’s auf zum See.

Bürgerpolizisten auf Tour
27. August | Wittichenau, Markt
8:30 Uhr bis 11:30 Uhr

28. August | Hoyerswerda, Lausitzer Platz
8 Uhr bis 11:30 Uhr

29. August | Königswartha, Markt
8 Uhr bis 11:30 Uhr