Achtung, Totalschaden droht

Großer Rückruf bei Ford

27.08.2025 – 16:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Rückruf bei Ford: Tausende Ranger-Diesel müssen in die WerkstattVergrößern des Bildes

Rückruf bei Ford: Tausende Ranger-Diesel müssen in die Werkstatt. (Quelle: IMAGO/Horst Galuschka )

Ein winziger Produktionsfehler kann den Motor zerstören. Deshalb müssen Tausende Ford-Besitzer nun eine Werkstatt aufsuchen. Welche Modelle betroffen sind und was der Hersteller unternimmt.

Ein Rückruf mit brisanter Ursache: Ford muss weltweit 20.400 Ranger in die Werkstätten holen, davon mehr als 3.000 in Deutschland. Betroffen sind Dieselmodelle mit 2,0-Liter-EcoBlue-Motor aus den Jahren 2022 und 2023. Ein Fertigungsfehler kann im schlimmsten Fall den Motor zerstören.

Beim Bau der Motoren könnte das Kurbelgehäuse – die Lagerung der Kurbelwelle – nicht sauber genug gereinigt worden sein. Zurückbleibende Partikel können Ölkanäle und Filter verstopfen. Die Folge: mangelnde Schmierung und überhitzte Bauteile bis hin zum Kolbenfresser.

Für Besitzer bedeutet das im Zweifel nicht nur einen Ausfall, sondern auch das Risiko kostspieliger Reparaturen. Im schlimmsten Fall ist das Fahrzeug so stark beschädigt, dass es ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.

Ein Kolbenfresser entsteht, wenn der Kolben im Zylinder festbrennt und sich nicht mehr bewegen kann. Ursachen sind meist fehlende Schmierung oder Überhitzung. Folge: Der Motor blockiert und nimmt schweren Schaden. Typische Gründe sind zu wenig Öl, ein defektes Kühlsystem, falsches Motoröl oder falsche Zündeinstellungen.

Ford informiert die Betroffenen schriftlich. In der Werkstatt wird das Kurbelgehäuse überprüft und nötigenfalls gereinigt. Kosten fallen nicht an. Bislang sind keine Schäden dokumentiert.

Wichtig: Die Ford-Aktion erfolgt zwar freiwillig, das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist bislang nicht eingeschaltet. Wer ein Schreiben vom Hersteller erhält, sollte dennoch sofort handeln. Denn ein Rückruf ist kein Hinweis. Er ist eine Warnung. Und die sollte man ernst nehmen.