Es war der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz, der drei Tage nach dem russischen Überfall auf die gesamte Ukraine im Februar 2022 „eine große nationale Kraftanstrengung“ forderte, um eine „eine leistungsfähige, hochmoderne, fortschrittliche Bundeswehr“ zu schaffen – ein Ziel, das auch die Nachfolgeregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz verfolgt.
Um einem Angriff standzuhalten, braucht Deutschland nach NATO-Schätzung rund 260.000 Soldatinnen und Soldaten. Die Bundeswehr benötigt damit rund 80.000 zusätzliche Kräfte. Um dies zu erreichen, führt die Bundesregierung den Wehrdienst wieder ein – allerdings auf freiwilliger Basis.