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Bei schönem Wetter strömen viele Deutsche ins Freibad, doch die Sommertage werden weniger. In manchen Bädern naht das Saisonende – zum Ärger einiger Gäste.
Kassel – Im Sommer zieht es viele Menschen ins Freibad, was einige Bäder zu unpopulären Maßnahmen zwang. Doch die wärmste Jahreszeit neigt sich dem Ende zu, erste Freibäder verkünden bereits das Saisonende. Einige schließen schon Ende August ihre Tore – das können nicht alle Freibad-Fans nachvollziehen.
Freibadspaß bei Hochsommertemperaturen. Doch die Saison endet vielerorts schon im August – nicht alle Gäste haben Verständnis. © Henning Kaiser/dpa
Schließlich hält das Wetter Ende August noch teils hochsommerliche Temperaturen bereit. Und auch der September soll laut Prognosen überdurchschnittlich mild ausfallen. Dennoch ziehen mehrere Freibäder in verschiedenen Bundesländern schon zum Monatswechsel von August auf September einen Schlussstrich unter die diesjährige Saison.
Erste Freibäder verkünden Saisonende – viele Gäste reagieren mit Unverständnis
Im Freizeitbad Reichartshausen in Baden-Württemberg ist beispielsweise der letzte Badetag bereits am 31. August, wie dessen offiziellem Facebook-Account zu entnehmen ist. „Schade. Dabei sind in BaWü noch Schulferien und manchmal ist es ja doch noch ein bisschen schön“, kommentierte eine enttäuschte Nutzerin. Einige äußern aber auch Verständnis und bedanken sich „für dieses wunderbare Freizeitbad“.
Das Freibad Preißelpöhl in Plauen (Sachsen) macht nach Angaben auf seiner Website für den laufenden Sommer sogar schon am 28. August zu. Allerdings wiesen beide Freibäder in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass anstehende Baumaßnahmen und Sanierungsarbeiten im September umgesetzt werden sollen. Die legte eine Besucherin auch einem Freibad im südhessischen Dieburg nahe.
Badespaß oder Wanderkulisse: Zehn Seen in Deutschland für einen schönen AusflugFotostrecke ansehenEnde der Freibad-Saison 2025: „Schon so früh, nicht erst September?“
Auch die Gäste des Freibads im nordrhein-westfälischen Voerde haben nur noch wenige Tage Zeit, ehe die Saison am 31. August endet. Gleiches gilt für das Freibad am Willersinnweiher in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), wie die Stadt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite verkündete. Man gehe zum Monatsende in die Winterpause, dafür seien ab Anfang September mehrere Hallenbäder offen.
„Warum passt man sich denn nicht ein bisschen dem Wetter an?“, reagierte eine Ludwigshafenerin mit Unverständnis auf diese Entscheidung: „Im September sind doch meistens noch viele warme Tage zum Schwimmen.“ Eine weitere Nutzerin pflichtete ihr bei und fand es „sehr schade, dass nicht bis Ende September aufgelassen“ wird.
„Schon so früh, nicht erst Ende September?“, fragte sich ein weiterer Freibadgast aus Ludwigshafen. Ein anderer resignierte und zog ein ziemlich düsteres Fazit der Freibadsaison 2025: „Ja, spät aufmachen und früh wieder zu. Und zwischendurch schlechtes Wetter, bald braucht das Bad nicht mehr aufmachen.“
Hier geht die Freibad-Saison noch weiter – teils sogar bis Oktober
Unterdessen können zahlreiche Freibad-Fans andernorts noch einige Tage die örtlichen Bäder besuchen. So bleiben in München viele Freibäder noch im September bis voraussichtlich Mitte des Monats offen. Die Öffnungszeiten hängen allerdings auch vom Wetter ab: Laut dem Stadtportal muenchen.de bleiben bei Wettervorhersagen von unter 20 Grad einige Freibäder zu. Liegen die Temperaturen unter 25 Grad, schließen die Bäder eine Stunde früher.
In Kassel haben die Freibäder sogar bis Oktober auf, wie auf der Website der Stadt angegeben ist. Dagegen ist das Saisonende in den Freibädern von Frankfurt unterschiedlich terminiert: Einige bekannte Adressen wie das Brentanobad oder das Freibad Eschersheim machen laut Frankfurter Stadtportal schon ab 30. August zu. Dafür geht der Betrieb unter anderem in den Freibädern Nieder-Eschbach (bis einschließlich 14. September) und Hausen (bis einschließlich 5. Oktober) noch einige Wochen weiter. Unterdessen sorgte die neue Parkplatzregel einer Kaufland-Filiale für reichlich Frust bei Freibad-Besuchern. (kh)