Newsblog zum Ukraine-Krieg

Putin-Selenkyj-Treffen? Merz-Aussage lässt aufhorchen

Aktualisiert am 29.08.2025 – 03:09 UhrLesedauer: 22 Min.

Friedrich Merz (CDU): Der Bundeskanzler glaubt nicht mehr, dass es zu einem Treffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine kommt.Vergrößern des Bildes

Friedrich Merz (CDU): Der Bundeskanzler glaubt nicht mehr, dass es zu einem Treffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine kommt. (Quelle: IMAGO/Frank Muller)

Der Kanzler denkt nicht, dass sich die beiden Staatsoberhäupter treffen werden. Ein russisches Ölterminal ist durch einen Drohnenangriff beschädigt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Bei dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens 23 Menschen gestorben. Die Rettungskräfte suchten in der Nacht zum Freitag weiterhin nach verschütteten Menschen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert laut seiner offiziellen Internetseite von den europäischen Verbündeten konkrete Sicherheitsgarantien für sein Land. Bei einer Videoschalte mit dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki und den Staats- und Regierungschefs von Estland, Lettland, Litauen und Dänemark am Donnerstag sagte Selenskyj demnach, es brauche klare Antworten darauf, wer der Ukraine bei einem erneuten russischen Angriff „zu Lande, in der Luft und zur See“ helfen werde. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehe es weiterhin nur darum, den Krieg fortzusetzen.

Die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, denen US-Präsident Donald Trump zugestimmt habe, würden seit einer Woche diskutiert. Es sei wichtig, dass Trump die gemeinsame Entschlossenheit Europas sehe, den Krieg zu beenden.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich verärgert über den jüngsten russischen Angriff auf die Ukraine mit mindestens 15 Toten. Er sei über die Nachricht nicht erfreut, aber auch nicht überrascht, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Es handele sich um zwei Länder, die sich seit langer Zeit im Krieg befänden. Trump werde sich im Laufe des Tages erneut äußern.

Bundeskanzler Friedrich Merz geht nicht mehr von einem baldigen Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus. Bei einer Zusammenkunft mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in dessen Sommerresidenz Fort de Brégançon an der Côte d’Azur sagte Merz zu den diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs: „Wir müssen uns mit diesem Thema heute erneut beschäftigen und dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es offensichtlich nicht zu einem Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin kommen wird.“

Das sei „anders, als es zwischen Präsident (Donald) Trump und Präsident Putin in der letzten Woche verabredet war, als wir gemeinsam in Washington waren“, sagte Merz.