„Strategien im Umgang mit Hass und Hetze – Frauen in der Kommunalpolitik stärken“ lautete der Titel eines Workshops, den die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, Heike Tatsch, im Bürgerzentrum Gahmen anbot. Eingeladen waren alle Frauen, die bei der Kommunalwahl und der Wahl des Integrationsrats am 14. September für demokratische Parteien oder Wählergemeinschaften kandidieren.

Zehn Frauen aus unterschiedlichen Parteien und Wählergemeinschaften folgten der Einladung und nahmen an der zweistündigen Veranstaltung teil. Im ersten Teil wurde erläutert, was unter Hass und Hetze verstanden wird, welche Folgen solche Angriffe haben und welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, dagegen vorzugehen. Im zweiten Teil erarbeiteten die Teilnehmerinnen, teilweise in Kleingruppen, Strategien zum Schutz vor Anfeindungen im Internet und tauschten eigene Erfahrungen aus.

„Die Kommunalpolitik ist die Wiege unserer Demokratie. Gerade hier können Frauen sich so einbringen, dass sie etwas in ihrem Lebensumfeld bewirken können. Leider sind viele Kommunalpolitiker:innen von Hass und Hetze betroffen; Frauen dabei noch häufiger als Männer und leider häufig auch in Form von sexualisierter Gewalt. Dadurch werden einige potentielle Kandidatinnen abgeschreckt oder ziehen sich zurück. Deshalb ist es so wichtig, diesen Frauen, die gewillt sind, sich für unsere Demokratie einzubringen, zu stärken, ihnen Handwerkszeug an die Hand zu geben und eine Basis zur Vernetzung zu schaffen“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Aufgrund des positiven Feedbacks ist geplant, im kommenden Jahr eine Folgeveranstaltung durchzuführen.