Die Wiener Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Chefinspektor des österreichischen Verfassungsschutzes, Egisto Ott, Anklage wegen Spionage erhoben. Ott werden neben der Weitergabe geheimer Daten an Russland auch Missbrauch der Amtsgewalt, Korruption und Verletzung des Amtsgeheimnisses vorgeworfen.
Ott soll ohne dienstlichen Auftrag Daten wie Aufenthaltsorte, Autokennzeichen und Reisebewegungen aus Polizeidatenbanken abgefragt haben. Zwischen 2017 und 2021 soll er diese Informationen an den Ex-Wirecard-Chef Jan Marsalek und an russische Geheimdienste weitergegeben haben. Dafür soll er Geld bekommen haben. Ott soll außerdem einen Laptop übergeben haben, der mit einer „von EU-Staaten verwendeten elektronischen Sicherheitshardware“ ausgerüstet war. Ott war bereits im vergangenen Jahr festgenommen worden.
Marsalek gilt als eine der Schlüsselfiguren im Skandal um den 2020 kollabierten Zahlungsdienstleister Wirecard und wird ebenfalls der Spionage für Russland verdächtigt. Marsalek war im Juni 2020 aus Deutschland geflohen und soll inzwischen unter falscher Identität in Russland leben.
Neben Ott wurde auch noch ein Polizeibeamter wegen Beihilfe angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Wann die Verhandlung stattfindet, ist noch nicht bekannt.
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