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Lage im Ukraine-Krieg: Steht eine russische Großoffensive im Donbass bevor? Moskau greift in der Nacht erneuet massiv an. Der News-Ticker.
Das Wichtigste in
diesem Live-Ticker
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Alle Kapitel
Update, 8.25 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 850 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.081.330 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Update, 7.45 Uhr: Die USA sind zur Lieferung mehrerer Patriot-Flugabwehrsysteme und anderer Waffen an den Nato-Partner Dänemark bereit, der die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland unterstützen will. Das Außenministerium in Washington genehmigte den Deal, dessen Umfang mit 8,5 Milliarden US-Dollar (7,3 Mrd Euro) beziffert wurde. Neben sechs Abschussrampen umfasst das Paket auch Radar- und Leitsysteme sowie entsprechende Raketen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Russland startet neue Angriffe
Update vom 30. August, 6.40 Uhr: Das russische Militär hat in der Nacht eine Reihe von ukrainischen Städten mit Kampfdrohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Vor allem die Städte Saporischschja und Dnipro lagen diesmal im Visier der russischen Angriffe. Die beiden Städte wurden nach Medienberichten von schweren Explosionen erschüttert. Auch aus Kiew und anderen Städten wurden Angriffe mit Kamikazedrohnen gemeldet.
Erneut wird die ukrainische Flugabwehr gefordert. (Archivbild) © Evgeniy Maloletka/AP/dpa
In Saporischschja seien drei Menschen verletzt worden, teilte Militärverwalter Iwan Fedorow mit. Mehrere Wohngebäude seien nach Treffern in Brand geraten. Aus den anderen angegriffenen Städten lagen zunächst keine Informationen über mögliche Opfer oder Schäden vor.
Lage im Ukraine-Krieg: Kein Frieden? Russland schiebt Kiew die Schuld in die Schuhe
Update, 20.34 Uhr: Russland behauptet weiter, dass „Gegner“ einer Einigung im Ukraine-Krieg im Weg stehen würden. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow erklärte gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass: „Wir arbeiten derzeit daran, Gegner der Bemühungen zur Lösung der Situation in und um die Ukraine daran zu hindern, die in Anchorage erzielte Einigung zu untergraben. Das hat für uns oberste Priorität.“ In Anchorage im US-Bundesstaat Alaska kamen Wladimir Putin und Donald Trump zu einem Treffen zusammen.
Wen genau Rjabkow mit den „Gegnern“ meint, ist nicht gänzlich klar. Allerdings hat Russland in den vergangenen Tagen wieder verstärkt behauptet, westliche Verbündete der Ukraine stünden einem Frieden im Ukraine-Krieg im Weg. Dabei zeigt Russland selbst wenig Bewegung hin zu einer Friedenslösung. Erst in der Nacht auf Donnerstag flog die russische Armee schwere Luftangriffe auf Kiew. Zudem warnen Experten vor einer neuen Großoffensive im Pokrowsk.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit RusslandFotostrecke ansehenLage im Ukraine-Krieg: Militärexperte warnt vor möglicher Russland-Offensive in Pokrowsk
Update, 20.09 Uhr: Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer neuen russischen Offensive gewarnt hat, äußert sich Militärexperte Carlo Masala zu den möglichen Hintergründen, der russischen Aktion. Selenskyj hatte berichtet, dass Russland „bis zu 100.000“ nahe der ostukrainischen Stadt Pokrows zusammengezogen habe. „Die 100.000 Soldaten könnten darauf hindeuten, dass man versucht, eine klassische Offensive zu starten, um jetzt noch zusätzliches Territorium zu erobern. Ein konventioneller Angriff mit so vielen Soldaten wäre eine sehr große Attacke“, ordnet Masala gegenüber der Bild-Zeitung ein.
Putin wolle „noch zusätzliches Territorium erobern, was letzten Endes die Ukraine dazu zwingen soll, auf Putins Forderungen einzugehen“, glaubt der Militärexperte. „Wenn sie die Offensive machen und diese erfolgreich sein sollte, dann hat das natürlich auch etwas mit Washington zu tun. Putin will Trump vermitteln: Die Ukrainer können hier nicht lange standhalten.“
Update, 19.02 Uhr: Nach Darstellung von Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow läuft Moskaus Eroberungskrieg erfolgreich und hat zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen. „Wenn wir zu Jahresbeginn jeden Monat 300 bis 400 Quadratkilometer befreit haben, so sind es jetzt 600 bis 700“, sagte Beloussow bei einer Sitzung des Ministeriums.
Zufrieden zeigte sich Beloussow auch mit den andauernden russischen Luftangriffen auf die Ukraine. In diesem Jahr seien bereits 35 solcher massiven Luftschläge gegen 146 strategisch wichtige Objekte des Gegners erfolgt. Dadurch sei die militärische Infrastruktur der Ukraine stark geschwächt worden, sagte er. Erst am Vortag hatte Russland unter anderem die Stadt Kiew massiv beschossen – und dabei mehr als 20 Zivilisten getötet.
Lage im Ukraine-Krieg: Merz und Macron drohen Putin – und kündigen Trump-Gespräch an
Update, 17.39 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drohen Russland mit weiteren Sanktionen und drängen mit Blick Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs auf Tempo. Merz hatte bereits am Donnerstag betont, dass er nicht von einem baldigen Treffen zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgehe. Vor diesem Hintergrund kündigten Merz und Macron Entscheidungen in der kommenden Woche an, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Macron verwies darauf, dass die Zweiwochen-Frist auslaufe, die US-Präsident Donald Trump für das Treffen gesetzt habe: „Offensichtlich hat sich Putin über Trump hinweggesetzt, das kann nicht ohne Folgen bleiben.“ Zudem erklärte er: „Wir werden weiterhin Druck ausüben, damit zusätzliche Sanktionen verhängt werden – und wir sind dazu bereit –, aber auch von den USA, um Russland zu zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Die Sanktionen sollten sich auch gegen Unternehmen aus Drittstaaten richten, die den russischen Krieg gegen Ukraine unterstützten. Macron kündigte an, er und Merz würden am Wochenende mit Trump sprechen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland wirft Macron Grenzüberschreitung vor – nach Kommentar über Putin
Update, 16.39 Uhr: Moskau reagiert mit Empörung auf einen Kommentar von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der französische Präsident hatte Kreml-Chef Wladimir Putin in einem Interview als ein „Raubtier, ein Ungeheuer vor unseren Toren“ bezeichnet. Nun erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bezogen auf die Äußerungen: „Sie überschreiten nicht nur die Grenze des Vernünftigen, sondern auch die des Anstands und sind vulgäre Beleidigungen gegenüber Russland.“ Moskau greift Macron und Frankreich immer wieder für deren Unterstützung Kiews im Ukraine-Krieg an.
Russland zieht 100.000 Soldaten zusammen
Update, 14.45 Uhr: Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj nahe der ostukrainischen Stadt Pokrowsk „bis zu 100.000“ Soldaten zusammengezogen. „Dort findet eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt“, sagte Selenskyj am Freitag vor Journalisten. „Sie bereiten in jedem Fall Offensivmaßnahmen vor“, sagte Selenskyj.
Lage im Ukraine-Krieg: Russland stellt Bedingungen für Putin-Selenskyj-Treffen
Update, 13.40 Uhr: Russland schließt ein Treffen von Präsident Wladimir Putin mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts nach Kremlangaben weiterhin nicht aus. „Putin (…) ist jedoch der Ansicht, dass jedes Treffen auf höchster Ebene gut vorbereitet sein muss, damit die Ergebnisse, die zuvor auf Expertenebene erzielt wurden, endgültig festgelegt werden können“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Bisher sei es aber nicht so, dass die Arbeit auf Expertenebene „brodelt“.
Peskow reagierte damit auf Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der am Donnerstag erklärt hatte, dass er ein solches Treffen derzeit nicht erwarte. US-Präsident Donald Trump hatte bei einem Treffen mit Selenskyj, Merz und anderen Europäern im Weißen Haus am Montag voriger Woche gesagt, dass es eine solche Begegnung binnen zwei Wochen geben könne.
Lage im Ukraine-Krieg: Acht Menschen nach russischen Angriffen in Kiew vermisst
Update vom 29. August, 12.30 Uhr: Nach den russischen Angriffen auf Kiew am frühen Donnerstagmorgen mit mindestens 23 Toten werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch immer acht Menschen vermisst. 53 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. „Russland versteht nur Stärke und jetzt wird Stärke gebraucht“, fügte er hinzu und forderte erneut von den Verbündeten verschärfte Sanktionen gegen Moskau. Unter den Toten befanden sich nach ukrainischen Angaben auch vier Kinder. „Die Jüngste, ein kleines Mädchen, war nicht einmal drei Jahre alt“, erklärte Selenskyj.
Ende des Ukraine-Kriegs: Europa erwägt Pufferzone
Erstmeldung: Brüssel/Kiew – Die Diskussionen über ein Ende des Ukraine-Konflikts bringen immer wieder neue diplomatische Vorschläge hervor. Der jüngste dieser Vorschläge scheint aus Europa zu kommen und betrifft die Einrichtung einer „Pufferzone“ entlang der Frontlinie zwischen den russischen und ukrainischen Streitkräften.
Laut einem Bericht von Politico, der sich auf fünf europäische Diplomaten beruft, ziehen europäische Staats- und Regierungschefs in Betracht, eine 40 Kilometer lange Pufferzone als Teil eines Friedensabkommens zu schaffen. Diese Option ist eine von mehreren, die europäische Beamte zur Beendigung des Krieges prüfen.
Uneinigkeit herrscht jedoch darüber, welches Ausmaß diese Zone tatsächlich sein könnte. Zudem ist unklar, ob Kiew den Plan akzeptieren würde, da er wahrscheinlich territoriale Zugeständnisse erfordert. Politico berichtet, dass die USA an den Gesprächen über die Pufferzone nicht beteiligt sind. Die europäischen Diplomaten sind dagegen, den Plan mit der schwer bewachten Grenze zwischen Nord- und Südkorea zu vergleichen. Stattdessen ziehen sie einen Vergleich zur Teilung Deutschlands während des Kalten Krieges.
Lage im Ukraine-Krieg: Russland sieht Pufferzonen positiv
Der Kreml, insbesondere Wladimir Putin und sein enger Kreis, spricht häufig von „Pufferzonen“ zur Ukraine. Daher könnte Russland die europäische Idee begrüßen, im Gegensatz zur Ukraine. Ein Streitpunkt bleibt jedoch die Anwesenheit ausländischer Truppen in der Ukraine und innerhalb dieser Pufferzone.
Aus europäischer Sicht stellt die Präsenz in dieser möglichen Zone eine personelle Herausforderung dar. Beamte sprechen von einer Truppenstärke zwischen 4.000 und 60.000 Soldaten, die das Gebiet überwachen würden. Die europäischen Länder haben sich jedoch noch nicht klar verpflichtet. Ein europäischer Beamter betont, dass die Bündnispartner mit öffentlichen Truppenverpflichtungen zögern und auf entscheidende Details warten.