Der berühmte deutsch-französische Motor Europas, er war in den vergangenen Jahren arg ins Stottern geraten. Nicht nur, aber sicher auch, weil auf Spitzenebene der kühle Norddeutsche Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nie so recht warm wurden. Nun soll ein Papier von deutschen und französischen Ökonomen diesen Motor wieder ans Laufen bringen, pünktlich zu den deutsch-französischen Regierungsberatungen, die am Freitag in Toulon stattfanden. Verfasst hat es als einer von vier Autoren der saarländische Finanzminister Jakob von Weizsäcker (SPD), gemeinsam mit der Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer, ihrem französischen Pendant Xavier Jaravel und dem Ökonomen Jean-Pisani Ferry. Beauftragt wurden sie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Macron. „Ich finde das auch deshalb sehr ermutigend, weil es zeigt, dass Bundeskanzler Merz und Präsident Macron den neuen Schwung in den deutsch-französischen Beziehungen nutzen wollen, um in diesen großen Fragen bilateral und europäisch wirklich voranzukommen“, betont von Weizsäcker.