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In vielen NRW-Städten wurde am 14. September noch kein (Ober)-Bürgermeister gewählt. Auch in Duisburg steht eine Stichwahl an. SPD trifft dabei auf die AfD.
Duisburg – Dort, wo beim ersten Wahlgang bei der Kommunalwahl in NRW keiner der Bürgermeisterkandidaten die Mehrheit der Stimmen erreicht hat, gibt es am 28. September eine Stichwahl. Dabei besteht in einigen Städten die Möglichkeit, dass erstmals in NRW ein AfD-Kandidat das Bürgermeisteramt für sich entscheidet. Eine dieser Städte ist Duisburg. AfD und SPD hoffen dort auf das Oberbürgermeisteramt.
Sören Link und Carsten Groß treten in Duisburg bei der Stichwahl an. © Horst Schnase / Imago
Sören Link (SPD) und Carsten Groß (AfD) treten bei der Stichwahl am 28. September an. Sören Link ist der amtierende Oberbürgermeister in Duisburg. Bereits seit 2012 bekleidet er das Amt. Beim ersten Wahlgang hatte er zwar die meisten Stimmen von allen Oberbürgermeister-Kandidaten, die Mehrheit von 50 Prozent erreichte er aber nicht. Bei der Kommunalwahl am 14. September gingen 46 Prozent der Stimmen an den SPD-Kandidaten, der AfD-Kandidat erhielt 19,7 Prozent der abgegebenen Stimmen.
SPD und AfD hoffen bei der Stichwahl in Duisburg auf das Oberbürgermeister-Amt
SPD-Kandidat Sören Link kann bei der Stichwahl auf den Rückhalt anderer Parteien zählen. So rufen beispielsweise die Grünen dazu auf, am 28. September Sören Link zu wählen. „Wir haben Sören Link in den letzten fünf Jahren oft kritisch gegenübergestanden – aber wir sind Demokrat:innen. Und Demokrat:innen müssen jetzt zusammenhalten. Deshalb rufen wir euch auf: Geht am 28.9. wählen und wählt den einzigen Demokraten, der zur Wahl steht“, werden die Grünen von der WAZ zitiert.
Damit erscheint ein Sieg der rechtsextremen Partei in Duisburg bei der Stichwahl zwar unwahrscheinlich, wie der Wahlabend tatsächlich enden wird, darüber entscheiden die mehr als 300.000 wahlberechtigten Duisburger aber erst am 28. September. Anders sieht das jedoch in Hagen aus, dort könnte es knapp werden. Der CDU-Kandidat Dennis Rehbein lang mit 25,1 Prozent nur etwas vor dem AfD-Mann Michael Eiche, der auf 21,2 Prozent der Stimmen kam.
Bei den Stichwahlen in NRW gibt es noch einen dritten AfD-Kandidaten, der um das Oberbürgermeister-Amt kämpft. Dabei handelt es sich um Norbert Emmerich, der in Gelsenkirchen gegen die SPD-Kandidatin Andrea Henze antritt. Emmerich kam auf 29,8 Prozent der Stimmen, Henze auf 37 Prozent.