DruckenTeilen
Edeka hat ein zurückgerufenes Produkt aus dem Verkauf genommen. © Rust/Imago
Edeka informiert seine Kunden über einen deutschlandweiten Rückruf. Ein beliebtes Fertiggericht aus dem Kühlregal ist betroffen.
Dortmund – Wer schnell etwas Warmes auf den Teller zaubern will, greift gerne zu Fertiggerichten aus dem Kühlregal. Doch ein Produkt aus Edekas Eigenmarke „Herzstücke“ sorgt jetzt für Aufregung. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor dem Verzehr – zumindest für Menschen mit einer bestimmten Allergie.
Rückruf von Fertig-Lasagne: Welches Produkt ruft Edeka zurück?
Die Firma What‘s Cooking Deutschland GmbH hat den Rückruf gestartet. Betroffen ist die vegane Lasagne mit Linsen-Bolognese aus der Edeka-Eigenmarke „Herzstücke“. Doch nicht alle Packungen müssen zurück – nur eine ganz bestimmte Charge ist problematisch:
- Produkt: EDEKA Herzstücke vegane Lasagne mit Linsen-Bolognese
- Verpackungsgröße: 400 Gramm
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 17.10.2025
- Hersteller: What‘s Cooking Deutschland GmbH
- Verkaufsgebiet: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und angrenzende Teile von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin
- Verkaufsstellen: Edeka und Marktkauf
Das Allergen Soja ist in dem Produkt enthalten – und zwar unbeabsichtigt. Bei der Produktion ist etwas schiefgelaufen. Für alle, die keine Soja-Allergie haben, ist das Essen völlig harmlos. Die Lasagne sei ansonsten einwandfrei und könne „bedenkenlos verzehrt werden“, erklärt Edeka. Doch für Allergiker kann der Verzehr gesundheitliche Folgen haben. Alle aktuellen Lebensmittelwarnungen finden Leser auf der Rückruf-Liste.
Edeka Lasagne.jpg © Ingo Otto/Funke Foto Services/Imago; EDEKA Zentrale Stiftung & Co. KG; Collage: RUHR24Edeka-Rückruf von Lasagne: Welche Symptome können bei einer Soja-Allergie auftreten?
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) leiden rund vier Prozent der Menschen in Deutschland unter einer Nahrungsmittelallergie. Soja gehört zu den häufigsten Auslösern, besonders bei Kindern. Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn jemand mit einer Allergie das falsche Lebensmittel isst?
Das Immunsystem verwechselt harmlose Proteine mit gefährlichen Eindringlingen und schlägt Alarm. Bei gesunden Menschen sind diese Eiweiße kein Problem, doch der Körper von Allergikern erkennt sie fälschlicherweise als Bedrohung. Die allergische Reaktion kann innerhalb von wenigen Minuten zu spüren sein und verschiedene Bereiche des Körpers treffen. Die Symptome sind vielfältig:
- Haut und Schleimhäute: Juckreiz, Nesselsucht, Schwellungen im Mund
- Atemwege: Dauerschnupfen, Niesreiz, Husten, Atemnot
- Magen und Darm: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen
- Kreislauf: Bludruckabfall
In besonders schweren Fällen kann es sogar zu einem allergischen Schock kommen. Dann wird es lebensbedrohlich. Deshalb rät das BfR: Wer den Verdacht auf eine Allergie hat, sollte die entsprechenden Lebensmittel nicht essen und notfalls ärztlichen Rat einholen.
Weitere Rückrufe und Warnungen:
Brötchen-Rückruf: Discounter warnt deutschlandweit vor Verzehr
Konto in Gefahr: Brief der „Deutschen Bank“ sofort entsorgen
Bundesamt meldet dringenden Wurst-Rückruf – bloß „nicht verzehren“
Edeka-Lasagne gekauft: Was sollten betroffene Kunden jetzt tun?
Wer die betroffene Lasagne zu Hause hat und auf Soja allergisch reagiert, sollte sie auf keinen Fall essen. Die gute Nachricht: Edeka nimmt das Produkt zurück – und zwar auch ohne Kassenbon. Kunden bekommen ihr Geld erstattet.
Keine Service-News mehr verpassen:
Alle Nachrichten zu Service-Themen direkt aufs Smartphone – jetzt RUHR24 bei Google folgen!
Edeka und Marktkauf haben die Lasagne mit dem kritischen Mindesthaltbarkeitsdatum bereits aus dem Verkauf genommen. Andere Chargen und andere Produkte sind nicht betroffen.
Edeka-Rückruf: Kunden haben zwei Kontakt-Optionen für Fragen
Wer Fragen hat, kann sich direkt an Edeka wenden:
- E-Mail: info@edeka.de
- Telefon: 0800 3335211 (täglich von 8 bis 20 Uhr)
Weitere Hinweise zu Lebensmittelallergien und wie man damit umgeht, gibt es auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung unter bfr.bund.de.