Nach 33 Jahren im Lindetal-Center ist Ende des Jahres für die Parfümerie Christin Schluss: Inhaber André Lutz wird zum 01. Januar 2026 aus dem Center in der Neubrandenburger Oststadt ausziehen und ab dem kommenden Jahr nur noch die Filialen in der Turmstraße und im Bethanien-Center betreiben.

Über die Jahre „sehr ruhig“ geworden

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„Es ist über die Jahre sehr ruhig vom Kundenlauf her geworden“, sagt er im Gespräch mit dem Nordkurier über die Situation im Lindetal-Center und ergänzt: „Das rechnet sich nicht mehr so gut“. Ende Dezember endet der Mietvertrag im Center, schon vor zwei Jahren habe für ihn festgestanden, dass er es verlassen wird. Bis zum 31. Dezember soll das Geschäft noch ganz gewöhnlich weiterlaufen, danach habe er einige Tage Zeit, um die Räumlichkeiten zu leeren.

An den beiden anderen Standorten in Neubrandenburg werde das Geschäft des Familienbetriebs normal weiterlaufen, kündigt der Inhaber an. Falls sich die Situation im Lindetal-Center wieder verändern sollte, könne er sich auch vorstellen, eines Tages zurückzukehren.

Die Kunden und Center-Besucher informiert André Lutz seit Mitte September durch einen Aushang über seinen Auszug, viele würden Verständnis für seine Entscheidung äußern. „Das wird frei bleiben“, vermutet er mit Blick auf die Verkaufsfläche und eine mögliche Nachnutzung ab Januar.

Ware soll in andere Filialen gehen

„Es ist keine Ladenaufgabe, deswegen habe ich nicht vor, einen Ausverkauf zu machen“, fasst er zusammen. Die Ware, die bis Ende Dezember nicht verkauft wird, soll danach in die anderen Filialen des Familienunternehmens gehen. Die Parfümerie Christin hat laut André Lutz insgesamt acht Läden mit 25 Angestellten, in Neubrandenburg arbeiten sechs Angestellte.

Eine Abschiedsparty habe er bisher noch nicht geplant. „Bis jetzt ist der 31. Dezember ein völlig normaler Tag, nur dass wir eben am 1. Januar nicht mehr öffnen werden“, fasst er seine Sichtweise zusammen und ergänzt: „Ich bin vom Typ eher nüchtern und nicht so emotional“. Ein bisschen Wehmut sei nach 33 Jahren aber „sicherlich ab und an auch mal da“.

Hier haben sich wirklich die Kunden durchgeschoben – jeden Samstag

André Lutz

Wenn André Lutz an die vergangenen drei Jahrzehnte denkt, erinnert er sich beispielsweise daran, „wie lange ich schon mit diesem Fahrstuhl den Müll herunterbringe“, sagt er lachend. Auch erinnert er sich gerne daran, wie voll es noch in der Anfangszeit des Centers war. „Hier haben sich wirklich die Kunden durchgeschoben – jeden Samstag“, erzählt er. Das waren für ihn „die guten Zeiten, als hier noch alles voll war und als das Center ein Magnet war“.

Trotzt positiven Erinnerungen, froh über den Auszug

Doch trotz der positiven Erinnerungen sei er auch froh über den Auszug, „weil sich der Laden hier wirklich nicht rechnet“, fasst er seinen Entschluss über den Aus- und gleichzeitigen Umzug zusammen.