Alexander Zverev beim Match gegen Daniil Medvedev

Stand: 31.10.2025 23:25 Uhr

Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Paris gegen Daniil Medwedew ein dickes Ausrufezeichen gesetzt – und nach zwei abgewehrten Matchbällen seinen Angstgegner niedergerungen.

Der Hamburger zog nach einer kämpferisch überragenden Leistung mit 2:6, 6:3 und 7:6 (7:5) ins Halbfinale ein und trifft dort auf Jannik Sinner, den er zuletzt in Wien schon beinahe bezwungen hätte. Zverev zeigte gegen Medwedew, dass er auch Rückschläge wegstecken kann. Im ersten Satz lief bei ihm gar nichts, dann spielte er aber druckvoll von der Grundlinie und zwang den Russen zu Fehlern.

Zverev sagte hinterher ehrlich: „Im ersten Durchgang habe ich taktisch teilweise dumm gespielt, aber dann habe ich ein paar Sachen umgestellt und einen guten Weg gefunden. Das war der Schlüssel. Zuletzt gegen Jannik hatte ich ein fantastisches Match, das wird sicher sehr interessant jetzt.“

Netzroller und Schmetterball verschlagen

Gegen Medwedew gab es zwei Bälle, die bei einer Niederlage als Sinnbild hergenommen worden wären. Bei 4:4 im dritten Satz hatte er den Ballwechsel eigentlich dominiert, doch Medwedew rettete sich mit einem Netzroller an die Außenkante der Linie – daraufhin sank Zverev frustriert zu Boden.

Dann verhämmerte er im entscheidenden Tiebreak einen leichten Schmetterball, der ihm eine 5:2-Führung gebracht hätte – kurz danach stand es 5:5. Doch beide Szenen steckte der Daviscup-Spieler weg, raffte sich wieder auf und durfte am Ende endlich mal wieder gegen einen großen Gegner jubeln.

Sinner lässt Shelton keine Chance

Der Italiener Sinner ließ zuvor dem an fünf gesetzten US-Amerikaner Ben Shelton beim 6:3, 6:3 keine Chance und feierte seinen 24. Sieg auf einem Hallen-Hardcourt in Folge. Gewinnt Sinner das 1000er-Turnier an der Seine, löst er am Montag in der Weltrangliste wieder den Spanier Carlos Alcaraz ab.

Das andere Halbfinale bestreiten der Kanadier Félix Auger-Aliassime und Alexander Bublik aus Kasachstan. Beide kämpfen noch um das letzte verfügbare Ticket für die ATP Finals der acht besten Profis des Tennisjahres in Turin (9. bis 16. November), für die Sinner und Zverev längst qualifiziert sind.