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Olise und Upamecano dürfen bei Frankreich 90 Minuten zusehen – und sparen Körner für den Endspurt. Eine Maßnahme, über – die sich auch der FC Bayern freut.
München – Das Zitat von Christoph Freund ist mehr als eine Woche alt, aber es wird erst dieser Tage aktuell. „Wir hoffen, dass alle gesund zurückkehren – und dann geht‘s weiter“, hatte der Sportdirektor des FC Bayern nach dem 2:2 bei Union Berlin gesagt, wohlwissend, dass zwar eine Länderspielpause ansteht, ein Großteil der Spieler aber die hohe Schlagzahl beibehalten wird.
Ziel erreicht: Die Quali stand schon fest – also durfte Frankreichs Stammelf am Sonntag pausieren. © IMAGO/Joly Victor/ABACA
Daher waren Freund und den übrigen Verantwortlichen des FC Bayern auch nicht traurig, dass sie beim gemütlichen Fußballabend am Sonntag zwei Stammspieler nicht auf dem Platz sehen konnten: Sowohl Michael Olise als auch Dayot Upamecano, dessen Vertragsverlängerung bei den Bayern weiter in der Luft hängt, nämlich haben beim 3:1 der französischen Nationalmannschaft über Aserbaidschan eine Pause bekommen. Aus München heißt es: Danke, Didier Deschamps!
Olise und Upamecano gehören zu Bayerns Dauerbrennern
Gleich elf Wechsel hat der Nationalcoach nach der zuvor schon sicheren Qualifikation für die WM 2026 vollzogen – und weil die B-Elf ihre Chance nutzte, blieb ein Großteil der ersten Wahl gleich ganz draußen. Sowohl für Olise als auch für Upamecano eine ungewohnte Rolle, denn beide gehören zu den Dauerbrennern von Vincent Kompany, also jenen Spielern, die in der noch jungen Saison schon weit mehr als 1000 Spielminuten in den Knochen haben. Olise saß bisher erst in zwei von 15 Pflichtspielen zu Beginn auf der Bank, Upamecano in drei.
Auch wenn Manuel Neuer nach dem ersten Dämpfer der Saison in Berlin beteuerte, „die Frische hat nicht gefehlt, keiner war müde“, konnte man bei den Bayern nach dem Knaller in Paris einen kleinen Spannungsabfall beobachten. Das Unentschieden kann jeder einordnen, das Kollektiv funktioniert – aber es ist im vergleichbar kleinen Kader nur logisch, dass die Stammformation mehr und intensiver gefordert wird als in den Vorjahren.
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Auf die meisten Minuten kommt der (in der Länderspielpause angeschlagene) Joshua Kimmich mit 1407 Minuten, auf Platz zwei und drei folgen Harry Kane (1372) und Olise (1358). Upamecano steht hinter Luis Diaz (1334), Konrad Laimer (1318), Jonathan Tah (1300) und Manuel Neuer (1260) auf Rang acht (1155) und schließt die Gruppe der „Stammspieler“. Neunter ist Aleksandar Pavlovic – mit 287 Minuten weniger in den Beinen (868).
Am gestrigen Montag ging es für die beiden Franzosen zurück nach München. Wohl ab heute werden sie wieder auf dem Trainingsplatz sein – und zwar ausgeruhter als die meisten anderen Kollegen. Harry Kane etwa spielte binnen einer Woche 155 Minuten (und traf doppelt), Laimer wird als Führungsspieler der Österreicher an diesem Dienstag gegen Bosnien-Herzegowina unverzichtbar sein. Sein Motto: Weiter, immer weiter…