Neue Ausstellung
Gladiatoren kämpfen live im Staatsmuseum
21.11.2025 – 16:38 UhrLesedauer: 2 Min.
So könnte es einmal ausgesehen haben: Rollenspieler stellen Gladiatorenkämpfe nach. Live auch in der Archäologischen Staatssammlung zu sehen. (Quelle: JB )
Die Archäologische Staatssammlung München lässt römische Gladiatorenduellen lebendig werden. Rollenspieler und Experten geben Einblicke in Technik und Ausrüstung.
Die Archäologische Staatssammlung in München hat für den 23. November einen Live-Gladiatorenkampf angekündigt. Erfahrene Reenactment-Kämpfer werden historische Kampfszenen vorführen, wie das Museum mitteilt. Der Militärhistoriker und Experimentalarchäologe Marcus Junkelmann kommentiert die Vorführung. Die Kämpfer der Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ zeigen dabei die Trageweise der Rüstungen und historische Kampftechniken.
Die Schauspieler wollen zeigen, warum die Gladiatoren die Fußballstars von damals waren, heißt es. Die Veranstaltung findet im Forum im Erdgeschoss des Museums in der Lerchenfeldstraße 2 statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Plätze sind jedoch begrenzt. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.
Der Live-Kampf gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“, die vom 21. November 2025 bis zum 3. Mai 2026 zu sehen sein wird. In der Ausstellung wird die Geschichte der Gladiatoren mittels immersiver Elemente, Videoprojektionen, Animationen und lebensechter Rekonstruktionen erzählt.
Zu den herausragendsten Ausstellungsstücken gehören römische Originalobjekte aus der Gladiatorenschule von Pompeji. Dabei handelt es sich um Leihgaben aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel.
Aus dem gesamten Römischen Reich wurden bislang nur 62 erhaltene Ausrüstungsobjekte von Gladiatoren gefunden, sieben der wichtigsten Stücke sind nun in München zu sehen: drei Gladiatorenhelme und vier reich verzierte Beinschienen. Besonders ein Helm sticht ins Auge: Abgebildet sind darauf germanische oder keltische Gefangene, weshalb die Schlussfolgerung nahe liegt, dass der Träger aus Germanien oder Gallien kam.
Besucher können Rüstungsteile auch selbst in die Hand nehmen und begutachten. Die Veranstaltung findet im Forum im Erdgeschoss des Museums in der Lerchenfeldstraße 2 statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Plätze sind jedoch begrenzt.
