Google Maps ist ein herrlicher Ort, wenn du etwas von der Welt sehen willst, allerdings nicht reisen kannst oder willst. Im Satellitenmodus kannst du dich durch die Kontinente klicken und dir alles von oben anschauen. Auf Tiktok hat sich das sogar als Format etabliert: „Explore Land XY until it’s ugly“, dabei wird sich so lange bei Maps durch ein bestimmtes Land geklickt, bis ein hässlicher Ort entdeckt wird.
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Beim Herumreisen in Google Maps kann es aber auch passieren, dass du auf Orte stößt, die verpixelt oder nahezu ausradiert sind. Welche Orte der Kartendienst vor der Öffentlichkeit verstecken muss, das verraten wir dir jetzt. Wenn du mitschauen möchtest, klicke einfach auf die Namen der Areale und du kommst direkt zum jeweiligen Satellitenbild.
Area 51, USA
Es ist einer der berühmtesten geheimen Orte der Welt: die Area 51 im US-Bundesstaat Nevada. Es handelt sich dabei um ein militärisches Sperrgebiet und offiziell wird das Gebiet „Homey Airport“ oder „Groom Lake“ genannt. Es gehört der United States Air Force sowie dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium.
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Die Neugier ist bei vielen Menschen groß, was hinter den verschlossenen Toren der Area 51 passiert, und etliche Verschwörungstheorien ranken sich um das Gebiet. Manche glauben, dass hier außerirdische Lebensformen erforscht werden.

Wenn du jetzt denkst, du kannst dir die Area 51 doch mal bei Google Maps genauer anschauen, müssen wir dich leider enttäuschen. Die Fläche ist wie ausradiert und nicht mehr als ein weißer Fleck auf der virtuellen Landkarte.
CEA Marcoule, Frankreich
In Frankreich gibt es ebenfalls mehrere Gebiete, die bei Google Maps verpixelt sind. Eines davon liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Avignon und nennt sich CEA Marcoule, eine Nuklearanlage samt Forschungszentrum. Über den Grund der Verpixelung wird im Netz nur spekuliert. So schreibt beispielsweise das Reiseportal „Urlaubsguru“, dass es „zu Forschungszwecken“ unkenntlich gemacht worden ist.

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Marcoule ist das zweitgrößte Zentrum für die Behandlung von radioaktivem Abfall und dem Rückbau von Anlagen in Frankreich, was bei dem betreibenden Unternehmen EDF Cyclife nachzulesen ist. Zwar werden seit 1996 mehrere Anlagen zurückgebaut, trotzdem gibt es zu Forschungszwecken weiterhin aktive Bereiche.
La Hague, Frankreich
Es geht noch mal zurück nach Frankreich, wieder in einen Bereich, der mit Atomenergie zu tun hat und auch unkenntlich gemacht worden ist. Es handelt sich dabei um eine Wiederaufbereitungsanlage in La Hague, in der die Bestandteile von abgebranntem Kernbrennstoff getrennt werden, in Uran, Plutonium und andere Spaltprodukte.

Auf dem riesigen Gelände kam es schon häufiger zu Problemen, beispielsweise 1997, als bei Arbeiten an den Rohrsystemen radioaktive Abfälle ins Meer gelangten. Auch die Organisation Greenpeace übte bereits scharfe Kritik an der Anlage, außerdem berichtete der Film „Albtraum Atommüll“ aus dem Jahr 2009 über La Hague. All das könnten Gründe sein, warum die Anlage lieber unerkannt bleiben will.
Jeanette-Insel, Russland
Diesmal ist es kein weißer Fleck auf der virtuellen Landkarte, sondern ein schwarzer: Die russische Jeanette-Insel taucht bei Google Maps erst mal nur als solcher auf. Sie gehört zu den Neusibirischen Inseln sowie zur Teilrepublik Sacha.
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Warum sie so unkenntlich ist, dafür gibt es keine Erklärung. Denn offiziell handelt es sich um eine unbewohnte Insel nördlich der Nordküste Ostsibiriens. Mehr als Eis und Schutt gibt es hier nicht. Wahrscheinlich handelt es sich schlichtweg um einen Darstellungsfehler, denn je näher du heranzoomst, desto heller und eisiger wird die Insel.
Rosnay, Frankreich
Jep, schon wieder Frankreich. Ein Land voller Geheimnisse? Zumindest bei Google Maps gibt es etliche Orte, die verborgen bleiben sollen. So auch ein Teil eines sogenannten Längstwellensenders nahe dem Ort Rosnay. Während eine Hälfte des Geländes noch einigermaßen erkennbar ist, wird der andere Teil komplett verpixelt.
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Die französische Marine nutzt solche Längstwellensender, um Befehle an getauchte U-Boote mit ballistischen Raketen der „Force océanique stratégique“ und atomgetriebene Jagd-U-Boote der französischen Marine zu übermitteln. Die Verpixelung kann also militärische Gründe haben.
Seymour Ave, USA
In den USA machen wir einen kurzen Abstecher zur Google-Maps-Funktion Streetview. Dabei fällt nämlich in der Seymour Ave in Cleveland, Ohio, ein Haus auf, das komplett verschwimmt. Die Adresse 2207 Seymour Ave ist in Streetview nicht zu sehen.

Der Grund ist alles andere als schön: Hier war einst das Zuhause des Straftäters Ariel Castro, der drei Frauen entführte, fast ein Jahrzehnt lang gefangen hielt und misshandelte. Zwar wurde das Haus 2013 abgerissen, das Grundstück bleibt jedoch verschwommen.
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Mururoa, Französisch-Polynesien
In der Südsee gibt es ein Atoll, das bei Google Maps wie ein kleines Paradies aussieht – zumindest teilweise. Manche Bereiche des Atolls Mururoa in Französisch-Polynesien sind nämlich verpixelt. Das könnte mit der traurigen Geschichte des Ortes zusammenhängen.

Das Atoll wurde nämlich 1966 als Kernwaffentestgelände Frankreichs bekannt – wo wir wieder beim Spitzenreiter der verpixelten Orte bei Google Maps wären. Bis 1996 wurden hier insgesamt 188 Atombomben gezündet, 147 davon unterirdisch. Erst 2000 verließ Frankreich das Atoll und es bleibt bis heute ein Sperrgebiet.
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