Über einen Fall hat das französische Medium L‘Union berichtet. Betroffen ist Cédric Gamby aus Barbaise, einem Dorf unweit der belgischen Grenze. Sein 1.000 m² großes Grundstück wollte er als Baugrundstück verkaufen, doch die neuen Regeln haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn das Grundstück darf allenfalls Acker, Wiese oder Naturschutzgebiet werden. Bauen ist nicht. „Mein Land war 35.000 Euro wert, jetzt ist es nur noch 4.000 Euro wert“, sagt er. 

So wie ihm geht es auch anderen. Viele Landbesitzer und Landwirte befürchten, dass ihre Grundstücke massiv an Wert verlieren und Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt werden. Bauernverbände und lokale Interessengruppen kritisieren, ihre Flächen würden de facto „enteignet“, da die Bebauung fast unmöglich werde. Jean-Luc Rouan, Bürgermeister von Saurat, sagt: „Sie (die Bürgermeister) sehen ZAN als ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung ihrer Gemeinde. Denn wenn sich eine Gelegenheit bietet, insbesondere für den Bau von Wohnungen oder anderen Einrichtungen, befürchten sie, diese nicht nutzen zu können, weil jetzt alles zu stark reguliert ist.“