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Neurowissenschaftler haben erkannt: „Cool sein“ ist keine Modeerscheinung, sondern hängt mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen zusammen – und diese lassen sich konkret benennen.
In vielen Köpfen steckt noch das Bild, dass „cool sein“ vor allem heißt, beliebt oder modisch zu sein. Doch Forschungsergebnisse in der Psychologie zeigen etwas anderes: Es geht nicht primär um äußere Faktoren, sondern um innere Haltungen und Verhaltensweisen. Eine internationale Studie mit rund 6.000 Teilnehmenden fand sechs zentrale Merkmale, die bei als „cool“ wahrgenommenen Menschen gehäuft auftreten.
Besonders, wenn Menschen authentisch sind und ihren eingenen Weg gehen, gelten sie als „cool“. © Zoonar/IMAGO
Die Erkenntnis: Menschen wirken dann cool, wenn sie authentisch sind, eigene Wege gehen und sich nicht allein an Konventionen orientieren. Damit rückt Coolness weg von Oberflächlichkeit hin zu Persönlichkeit – und damit bist du näher dran, als du denkst. Auch emotionale Intelligenz ist eine Eigenschaft, die einige Menschen besonders auszeichnen.
Was bedeutet es, cool zu sein?
Cool sein heißt laut Forschung nicht, der Lauteste im Raum zu sein oder sich zwanghaft von Trends treiben zu lassen. Vielmehr bedeutet es, souverän und eigenständig aufzutreten, ohne das Bedürfnis, ständig Bestätigung von außen zu suchen. Laut einer aktuellen Untersuchung gilt: „Coole Menschen sind autonom, offen, abenteuerlustig, hedonistisch, extravertiert und leistungsstark.“
Dabei spielt Status keine einfache Rolle – vielmehr geht es um eine Ausstrahlung, die wahrgenommen wird, wenn jemand sich selbst hervortut, aber dennoch Verbindung hält. In diesem Sinne ist Coolness als eine Art sozialer Magnet verstanden, der nicht auf Anbiederung basiert, sondern auf natürlicher Präsenz und Selbstvertrauen. Cool ist es auch, sich einfach ab und zu mal etwas zu gönnen, wie zum Beispiel die beste Schokolade, wie HEIDELBERG24 weiß.
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Das Forschungsteam befragte Menschen im Alter von 17 bis 75 Jahren über Personen, die sie als „cool“ oder eben nicht cool wahrnahmen – und wertete die Ergebnisse international aus. Eine Person gilt demnach als „cool“, wenn sie nicht nur von sich selbst überzeugt ist, sondern auch andere mit ihrem Verhalten inspiriert – unabhängig von Herkunft oder Kultur. Demnach sind das die fünf Eigenschaften von coolen Menschen:
- Autonomie: Du lässt dich nicht einfach von außen steuern oder von Erwartungen leiten – sondern triffst eigene Entscheidungen und verantwortest dein Verhalten. Das erzeugt Respekt und trägt dazu bei, dass du als cool wahrgenommen wirst.
- Offenheit meint hier nicht nur Interesse an Neuem, sondern die Bereitschaft, bestehende Denk- und Handlungsmuster infrage zu stellen. In der Studie wurde Offenheit als Merkmal genannt, das universell mit Coolness assoziiert wird.
- Abenteuerlust oder Explorationsfreude bedeutet: Du suchst bewusst nach neuen Erfahrungen, verlässt die Komfortzone und stehst zu deiner Bereitschaft, Risiken einzugehen. Laut den Forschern war dieses Merkmal ebenfalls zentral für Coolness.
- Im Kontext der Studie bedeutet Hedonismus nicht ausschweifenden Genuss, sondern die bewusste Ausrichtung darauf, das Leben zu spüren, kleine Freuden wahrzunehmen und im „Hier und Jetzt“ zu leben.
- Extraversion zeigt sich darin, dass du sichtbar wirst – dein Erleben mit anderen teilst, du dich nicht hinter Zurückhaltung versteckst und sozial präsent bist. In der Analyse wurde Extraversion als Merkmal erkannt, das die Wahrnehmung von Coolness unterstützt. Es gibt übrigens auch einige Merkmale, die Menschen auszeichnen, die besonders introvertiert sind.
Achte darauf, wie sich diese Merkmale bei dir und in deinem Umfeld zeigen – aber ohne Druck: Coolsein ist keine To-Do-Liste, sondern ein Zustand, der sich entwickelt, wenn Persönlichkeit und Haltung zusammenkommen. (khei)